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Wenn ich Roger Federer wäre...

Sportredaktor Albert Krütli wüsste, was der Maestro nach seiner Karriere machen könnte.
Albert Krütli
Sportredaktor Albert Krütli.

Sportredaktor Albert Krütli.

Das bittere Viertelfinal-Out am Mittwoch in Wimbledon nach dem Fünfsatz-Krimi (11:13 im entscheidenden Durchgang) gegen den Südafrikaner Kevin Anderson machte Roger Federer zu schaffen – und seinen Fans natürlich auch. Aber gerade diese Niederlage zeigte erneut auf, wie schwierig es ist, ein Grand-Slam-Turnier zu gewinnen. Zur Erinnerung: der 36-jährige Schweizer Superstar hat dieses Kunststück allein achtmal in Wimbledon geschafft – total sogar 20-mal, zwei seiner unzähligen Rekorde. Trotz dieser Enttäuschung hat der Maestro in Wimbledon bei jedem seiner Auftritte wie gewohnt für Spektakel gesorgt und damit das aus Schweizer Sicht ziemlich trostlose French Open, bei dem Federer pausierte, vergessen gemacht.

Nach jedem Turnier stellen sich die Tennisfans auf der ganzen Welt die bange Frage, wie lange sie denn noch das Privileg haben, diesem Ausnahmekönner auf den grossen Courts dieser Welt zuzuschauen. Diese Frage wird Roger Federer irgendeinmal beantworten. Also gibt es nur die Möglichkeit, zu versuchen, sich in seine Person hineinzuversetzen, um einen Anhaltspunkt über seine Entscheidung herauszufinden.

Also: Wenn ich Roger Federer wäre, dann würde ich in diesem Jahr alles daran setzen, das US Open zu gewinnen um Rafael Nadal, meinen ärgsten Verfolger, auf Schlagdistanz zu halten. Momentan steht es bei den Grand-Slam-Titeln 20:17 für mich. Gegen Ende Jahr würde ich dann verkünden, dass 2019 meine letzte Saison sein werde. Damit könnten mich alle Fans bei den Turnieren rund um den Erdball ein letztes Mal im Einsatz sehen – und ich könnte mich von meinen Anhängern verabschieden, was sehr emotional würde – vor allem bei den Grand-Slam-Turnieren. Selbstverständlich würde das Sportliche weiterhin im Vordergrund stehen, denn schliesslich kann ich nie genug davon kriegen, einen weiteren Grand-Slam-Pokal in die Höhe zu stemmen.

Weil ich den Tennissport so liebe, würde ich im darauf folgenden Jahre mindestens den Interclub in der Schweiz bestreiten. Es würde mir Spass machen, die viel jüngeren Spieler herauszufordern. Und vor allem hätten meine Schweizer Fans die Möglichkeit, mich nochmals spielen zu sehen.

So weit so gut. Nur: Ich bin nun mal nicht Roger Federer. Sollte sich aber der vorgezeichnete Zeitplan um ein oder zwei Jahre verschieben, dann würde mich das natürlich nicht im Geringsten stören.

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