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Wenn ein Fan plötzlich selber auf dem Platz steht

Verteidiger Harry Maguire von Leicester steht im WM-Kader der Engländer. Dabei war der 25-Jährige schon vor zwei Jahren an der EM dabei - als Fan auf der Tribüne.
Sergio Dudli
Harry Maguire (links), hier noch im Dienst von Hull, verteidigt den Ball gegen den Schweizer Nationalspieler Edimilson Fernandes. (Bild: Freshfocus)

Harry Maguire (links), hier noch im Dienst von Hull, verteidigt den Ball gegen den Schweizer Nationalspieler Edimilson Fernandes. (Bild: Freshfocus)

In zwei Jahren kann sich vieles verändern. Davon kann Harry Maguire ein Liedchen singen. Der 1,90m grosse Innenverteidiger von Leicester ist einer von 23 Spielern, die für England an der WM dabei sein werden. Dabei sah vor zwei Jahren noch alles ganz anders aus.

Ein verschmitztes Lächeln aus Saint-Étienne

Im Sommer 2016 war Maguire gerade mit Hull in die Premier League aufgestiegen. Der damals 23-Jährige pendelte zwischen der Ersatzbank und der Startformation. Das Nationalteam war weit entfernt. Nicht mehr als ein Traum. Viel näher lag da eine Reise an die EM in Frankreich - als Fan. «Ich fuhr mit zwei Freunden nach Saint-Étienne. Dort waren wir beim 0:0 von England gegen die Slowakei im Stadion», so Maguire. Erst kürzlich hat Maguire ein Erinnerungsfoto auf Twitter gepostet, worauf er ganz rechts zu sehen ist.

Maguire war dabei, aber ...

Maguire bestätigt, dass er nie geglaubt habe, jemals noch näher an die «Three Lions» heranzukommen: «Es wäre Träumerei gewesen, hätte ich gesagt, dass das Nationalteam mein Ziel ist.» Wenn Maguire an die Partie gegen die Slowaken zurückdenkt, erinnert er sich vor allem an die lautstarken englischen Anhänger:

«Die Stimmung war unglaublich. Du hast diese pure Leidenschaft der Fans gesehen. Im Nachhinein wünschte ich mir aber, dass ich beim Sieg gegen Wales dabei gewesen wäre.»

Seit diesem Tag im Juni vor zwei Jahren hat sich Maguire positiv entwickelt. In Hull wurde er zur Stammkraft, nach dem Abstieg wechselte er zum frisch gekürten Überraschungsmeister Leicester. Dort verdrängte er Kultfigur Robert Huth aus der Startformation. Dank kontinuierlich guten Leistungen debütierte er im Oktober des vergangenen Jahres erstmals im Nationalteam.

Statt vor nun im Fernseher

Nun fährt Maguire, der in jedem Spiel der Premier League für Leicester auf dem Platz stand, mit England an die WM - nur zwei Jahre nachdem er noch als Fan auf der Tribüne sass. Für den 25-Jährigen nur schwer fassbar:

«Als Junge träumst du davon. Das ist der Höhepunkt meiner Karriere. Ich dachte, ich würde jede WM vom Fernseher aus verfolgen.»

Die Einsatzchancen für Maguire stehen gut. In der Innenverteidigung dürften John Stones von Manchester City und Routinier Gary Cahill von Chelsea gesetzt sein. Da Trainer Gareth Southgate aber regelmässig mit einer Dreierkette spielen lässt, steigen die Aktien von Maguire. Der 100-Kilo-Mann selber meinte gegenüber der BBC: «Die Dreierkette kommt unserem Spiel entgegen, da wir dann mehr Optionen im Mittelfeld haben.» Ein bisschen Hoffnung dürfte in seiner Stimme auch mitgeschwungen haben.

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