Wenn der Hai die Schau stiehlt

Zwei Fehltritte prägen die 49. Super Bowl – einer im Spiel und einer im Halbzeit-Spektakel. Am Ende setzen sich die New England Patriots um Quarterback Tom Brady gegen die Seattle Seahawks 28:24 durch.

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AMERICAN FOOTBALL. 26 Sekunden vor Schluss war Seattles Angriffsreihe an der Ein-Yard-Linie vor New Englands Endzone aufgestellt. 91 Zentimeter des fast 110 Meter langen Spielfelds hätten die Seahawks den Ball noch tragen müssen. Dann wäre aus dem 24:28-Rückstand eine Führung geworden, welche die Titelverteidigung bedeutet hätte. Doch das Team von der Westküste entschied sich für den falschen Spielzug. Anstatt auf Marshawn Lynch zu setzen, der sich in seiner bestechenden Tagesform wohl problemlos durch die Abwehrreihe der Patriots getankt hätte, wurde Quarterback Russell Wilson angewiesen, den Ball zu werfen. Ein Fehlentscheid, den Seattles Trainer Pete Carroll am Ende auf sich nahm.

Superman kommt geflogen

Wilsons Wurf landete nicht wie vorgesehen bei Teamkollege Ricardo Lockette. Er wurde von New Englands Malcolm Butler abgefangen. Wie Superman flog dieser durch die Luft und schnappte sich den Ball – als hätte er den Spielzug geahnt.

20 Sekunden vor Schluss nahm die 49. Super Bowl damit eine spektakuläre Wende. Butlers Effort sicherte den Patriots nach 2002, 2004 und 2005 den vierten Meisterschaftsgewinn – den vierten mit Quarterback Tom Brady und Trainer Bill Belichick. Es war denn auch Brady, der zum wertvollsten Spieler dieses hochstehenden Finals gewählt wurde. Der 37-Jährige warf vier Touchdown-Pässe, machte einen Zehn-Punkte-Rückstand wett und bewies, dass er noch zu den Besten seines Fachs gehört.

Verrückt gewordenes Meerestier

Die Schau stahl ihm an diesem Abend nur ein als Hai kostümierter Tänzer. Während des pompösen Pausenkonzerts von Katy Perry entschied sich dieser für eine eigene Choreographie und fiel damit zur Belustigung der 70 288 Zuschauer im Stadion völlig aus der Rolle. (mat)

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