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WENGEN: Damals fast wie heute

Beat Feuz hat das Lauberhornrennen zum zweiten Mal gewonnen. Sein erster Sieg auf der längsten Abfahrt der Welt ist bis heute unvergessen – nicht nur wegen des Nutellabrotes.
Raya Badraun, Wengen

Raya Badraun, Wengen

Kein Schweizer hat die Lauberhornabfahrt seit der Einführung des Weltcups zweimal gewonnen. Keiner bis auf einen: Beat Feuz. Der 30-jährige Emmentaler siegte an diesem Samstag in Wengen – und 2012. Damals, vor sechs Jahren, startete er erst als Nummer 16 zum Rennen. Er war zwar der Favorit, sein starker Auftritt überraschte dennoch. Mit 44 Hundertstelsekunden Vorsprung holte er noch den Österreicher Hannes Reichelt ein, der als erster gestartet war. Diese Startnummer hatte in diesem Jahr Feuz. Ihn konnte in Wengen jedoch weder damals noch heute jemand einholen. Zu schnell war er auf dem letzten Abschnitt unterwegs. Dieses Jahr musste er warten, bis er sich seines Sieges sicher sein konnte. Erst als ein Fahrer nach dem anderen gratulierte, reckte er die Faust in die Luft. 2012 hingegen wusste er es. Im Ziel breitete er die Arme aus, als würde er fliegen. Dann liess er sich in den Schnee fallen. 38000 Menschen schauten ihm bei seiner Siegesfahrt zu. Es war eine Rekordkulisse. Pausbäckig und mit einem Grinsen im Gesicht stand der 24-Jährige danach im Zielbereich. Als «Lausbub vom Lauberhorn» wurde er daraufhin von der «NZZ am Sonntag» bezeichnet. So war er schon als Kind, als er sich zum Skifahren wegschlich. Und auch vor dem Rennen 2012 ging er seinen eigenen Weg, etwa was das Frühstück betraf. Während seine Kollegen Kraftfutter assen, strich er sich Nutella auf sein Toastbrot. Ausgelacht wurde er dafür.

Feuz fährt so, wie er spricht

Auf der Skipiste zahlte Feuz es ihnen schliesslich heim. Er befand sich damals in einem «Flow», wie er heute sagt. Wengen war erst sein dritter Weltcupsieg. Am Ende stand er in jenem Winter jedoch 13-mal auf dem Podest. Er kämpfte gar um den Gesamtweltcup mit. Die grosse Kristallkugel verpasste er jedoch im Zweikampf mit dem Österreicher Marcel Hirscher um lediglich 25 Punkte.

Feuz fuhr so, wie er sprach: Fadengerade. «Jetzt bin ich schon dreimal hier heruntergefahren, da werde ich wohl wissen, wo es durchgeht», sagte der Schangnauer, als er 2012 auf die fehlende Erfahrung in Wengen angesprochen wurde. Zwar fehlten ihm die Kilometer auf der Strecke. Er hatte jedoch schon damals ein besonderes Gespür für den Schnee – und er wusste, was das Beste für ihn war. Das weiss Feuz bis heute.

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