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WELTREKORDHALTER: Während der RS in Neuseeland

19-jährig und schon in der Elite: An der heute beginnenden Bahn-WM startet auch der Thurgauer Stefan Bissegger. Zur Vorbereitung weilte der Radrennfahrer für einen Monat in der Ferne, obschon er in der RS steckt.
Daniel Good
Der junge Stefan Bissegger kann es auf dem Velo noch weit bringen. (Bild: Ralph Ribi)

Der junge Stefan Bissegger kann es auf dem Velo noch weit bringen. (Bild: Ralph Ribi)

Daniel Good

Die Spitzensport-RS ist ein probates Mittel, um den Talenten im Land Beine zu machen. Erstmals in ihrer noch jungen Kariere können sie unter professionellen Bedingungen trainieren. Die RS in Magglingen ist eine eidgenössische Medaillenschmiede. An vier der fünf Goldmedaillen der Schweizer an den Olympischen Winterspielen in Südkorea ist die Schweizer Armee direkt beteiligt.

Von den Vorzügen der Rekrutenschule für junge Spitzensportler profitiert auch der Thurgauer Radrennfahrer Stefan Bissegger. Er ist Junioren-Weltmeister und Weltrekordhalter in der Einzelverfolgung auf der Bahn. Das sind gute Voraussetzungen, um später einmal auch auf der Strasse zu reüssieren. Frühere Champions wie Fausto Coppi oder Jacques Anquetil waren zugleich herausragende Verfolger auf der Bahn. Bradley Wiggins gewann nach fünf Olympiasiegen im Oval die Tour de France.

Nach dem Militär zurück in die Werkstatt

So weit ist der 19-jährige Bissegger noch lange nicht. Aber er hat die Anlagen, um auf dem Velo Karriere zu machen. Einstweilen ist er freilich noch Soldat und diplomierter Fahrradmechaniker. Im vergangenen Sommer erreichte er in der Lehrabschlussprüfung die gute Note fünf. Einen gut dotierten Profivertrag hat er noch nicht. Nach der Spitzensport-RS, die Mitte März zu Ende geht, arbeitet Bissegger wieder im Lehrbetrieb in Bischofszell. Einen Tag pro Woche.

Der Job im Betrieb gefällt ihm. Aber Bissegger steht der Sinn nach mehr, als in der Werkstatt zu stehen. Er setzt alles daran, um sein sportliches Talent zu veredeln und sich olympische Meriten zu verschaffen. Ein erster Schritt ist die Teilnahme an der heute beginnenden Bahn-WM in Apeldoorn in den Niederlanden. Bereits als 19-Jähriger wurde Bissegger für die Elite-WM aufgeboten. «Damit ist aber noch gar nichts gewonnen. Es liegt nun an mir, zu zeigen, dass ich zu Recht selektioniert worden bin», sagt er. In der Einzelverfolgung rechnet Bissegger mit einem Rang um Platz zehn. «Prognosen zu stellen, ist schwierig. Denn manche Länder schonen ihre besten Fahrer im Weltcup.»

Bisseggers Stärke ist der letzte Kilometer. Als Junior hatte er in einem Wettkampf drei Kilometer zu bewältigen, in der Elite sind es nun vier. «Warum dem so ist, kann ich nicht sagen. Vielleicht, weil es dann nicht mehr so weh tut.» Bisseggers Junioren-Weltrekord steht bei 3:12, 416 Minuten.

Als 18-Jähriger im Elite-Weltcup

Um sich auf die WM vorzubereiten, hielt sich Bissegger von Ende Dezember bis Ende Januar mit der Nationalmannschaft an der Wärme in Neuseeland auf. Er trainierte und bestritt Rennen auf der Bahn und der Strasse – obwohl er die Rekrutenschule am Absolvieren ist. «Nach Weihnachten gab es kein offizielles militärisches Programm mehr. Deshalb war das möglich», sagt Bissegger. Den Feinschliff erhielten die Schweizer vergangene Woche auf der Bahn in Grenchen in der Nähe von Magglingen. Am Samstag reiste Bissegger mit Claudio Imhof in die Niederlande.

Bissegger kennt die diesjährige WM-Bahn. Schon 2016 als 18-Jähriger wurde der Junioren-Weltmeister für einen Elite-Weltcup in Apeldoorn aufgeboten. Die Karriere auf der Bahn hat für Bissegger bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio Vorrang. Auf dem Weg nach Japan sollte ihm die Armee weiterhin gute Dienste leisten.

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