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Weltcup statt Ausgang

Verletzungshalber wird Weltmeister Daniel Hubmann die Weltcups am Wochenende in Appenzell und St. Gallen nur als Zuschauer verfolgen. So steht dessen Bruder Martin im Fokus.
Urs Huwyler
Der Thurgauer Martin Hubmann will sich am Wochenende in eine gute Position bringen, um die Chancen für eine WM-Selektion zu wahren. (Bild: Swiss Orienteering)

Der Thurgauer Martin Hubmann will sich am Wochenende in eine gute Position bringen, um die Chancen für eine WM-Selektion zu wahren. (Bild: Swiss Orienteering)

ORIENTIERUNGSLAUF. Anfang Saison sprachen die Thurgauer Brüder Daniel und Martin Hubmann davon, sie wollten im Juni in der Ostschweiz gemeinsam die OL-Konkurrenz aufmischen und sich zudem Seite an Seite für die WM in Lausanne qualifizieren. Der Familientraum platzte an der EM in Falun, als sich Daniel Hubmann einen Achillessehnenriss zuzog. «In jenem Moment brach für mich sportlich eine Welt zusammen. Eine WM im eigenen Land gehört für Sportler in nicht olympischen Sportarten zu den Karriere-Höhepunkten», sagt Daniel Hubmann.

An der EM in Schweden sprang Schweiz II in die Bresche und sicherte sich Staffel-Gold. Mit dabei war Martin Hubmann. «Für die WM-Selektion spielt dies jedoch keine Rolle. Es zählen die Einzelresultate. Für mich werden die Läufe in Appenzell und St. Gallen im Hinblick auf die WM daher mitentscheidend sein», sagt er.

Startplatz erben?

Die Chancen für den Exploit stehen nach Einschätzung des gelernten Bauzeichners 50:50. «Um mich im Gespräch zu halten, muss ich wohl einer der drei schnellsten Schweizer sein. Sonst könnte die WM ohne Hubmanns stattfinden. Zumal ich mir in den bisherigen Wettkämpfen von den Resultaten her keinen Bonus herauslaufen konnte», schätzt der Sechste des letztjährigen Weltcupfinals in La Chaux-de-Fonds seine Situation realistisch ein. Er wurde für Appenzell/St. Gallen aufgeboten, weil Severin Howald wegen einer Lungenentzündung verzichten muss.

Über die Mitteldistanz könnte das Pech des verletzten Bruders zum Glück für Martin Hubmann werden. Im Sprint wäre die Weltnummer eins als Titelverteidiger mit einem fixen Startplatz gesetzt gewesen, auf der Mitteldistanz hätte er sich die Selektion erkämpfen müssen. «Wegen der Verletzung von Daniel wird eine Position frei. Eigentlich müsste diese gerechterweise familienintern vererbt werden können», schlägt der U23-Kaderathlet mit einem Lächeln vor. Die technischen Gespräche mit Bruder Daniel werden ihm fehlen, «doch er unterstützt mich mit Tips. Davon kann ich nur profitieren.»

Kein Heimvorteil

Am vergangenen Wochenende schob Hubmann nach dem Gewinn des Militär-WM-Staffeltitels zwei Privattrainings ein. Das Mitteldistanz-Rennen von Appenzell simulierte er oberhalb von Flawil, den City-Sprint in Wil. «Ich suchte Gegenden aus, die sich mit dem Wettkampfgebiet vergleichen lassen. Ich fühlte mich nicht schlecht», so Martin Hubmann. Gibt es für den einzigen Ostschweizer einen topographischen Heimvorteil? «Wir Schweizer sollten uns zwar im eigenen Gebiet zurechtfinden, aber einen Vorteil im eigentlichen Sinn gibt es nicht. Und St. Gallen», fügt er an, «kenne ich vor allem vom Ausgang. Da hat vieles anders ausgesehen als auf der Karte.»

Am Dienstag und Mittwoch nach den Weltcups in der Ostschweiz stehen im Jura zwei weitere interne WM-Testläufe auf dem Programm. «Danach sind die Positionen bezogen. Es steht die entscheidende Phase bevor. Schön, dass sie in der engeren Heimat beginnt.» Daniel Hubmann sieht dies ähnlich. «Allerdings», sagt er, «macht es das Zusehen nicht leichter. Ändern kann ich es aber nicht.»

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