Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

WELTCUP: So gut wie noch nie

Das Podest verpassten die Schweizer Slalomfahrer in Levi ganz knapp, aber als Team trumpften sie gross auf. Angeführt von Luca Aerni und Daniel Yule, realisierten sie ein historisches Ergebnis.
Luca Aerni lag nach dem ersten Lauf lediglich auf dem 13. Rang. Danach holte er mit einer starken Leistung auf. (Bild: Kimmo Brandt/EPA)

Luca Aerni lag nach dem ersten Lauf lediglich auf dem 13. Rang. Danach holte er mit einer starken Leistung auf. (Bild: Kimmo Brandt/EPA)

Nur neun Hundertstel fehlten letztlich dem Berner Kombinationsweltmeister Luca Aerni und dem Walliser Daniel Yule zu einem Podiumsplatz, den beide im Weltcup noch nie belegen konnten. So nahe waren aber die beiden nominell besten Schweizer, beide 24 Jahre alt, dem «Stockerl» noch nie.

Yule hätte sogar den Sieg ins Auge fassen können, wenn er nicht im ersten Lauf nach der ersten Welle fast zum Stillstand gekommen wäre. Und auch Aerni wusste, wo die Hundertstel verloren gegangen waren: «Ich hatte Mühe im Steilhang. Im ersten Lauf war ich noch zu verkrampft.» So lagen Yule und Aerni bei Halbzeit lediglich auf den Positionen 11 und 13. Aerni stand bisher mit zwei fünften Rängen zu Buche (im Januar 2014 in Kitzbühel und im Dezember 2015 in Madonna), Yule egalisierte seine Bestmarke, die er vergangenen Januar in Zagreb aufgestellt hatte. Damals fehlten dem Romand 22 Hundertstel zum Podium. Weiterhin bleibt Silvan Zurbriggen – als Zweiter beim Nachtslalom von Schladming 2010 – der letzte Fahrer von Swiss-Ski, der es in dieser Disziplin in die Top drei geschafft hat. Doch dies wird er nicht mehr lange sein, sollten die Schweizer so fortfahren, wie sie zur Saison gestartet sind.

Gleich zwei bedeutende Bestmarken

Denn in Levi überzeugten nicht nur Aerni und Yule. Der 21-jährige Walliser Loïc Meillard, 20. bei Halbzeit, erreichte als Sechster ebenfalls sein bisher bestes Weltcup-Ergebnis, und der Nidwaldner Reto Schmidiger, der im ersten Lauf mit Nummer 37 auf Platz sechs gefahren war, realisierte als Zehnter sein zweitbestes Resultat im Weltcup. Achter war der 25-jährige Hergiswiler im März 2011 auf der Lenzerheide geworden – als damaliger Junioren-Weltmeister, der sich dann lan­ge schwertat. Der Waadtländer Marc Rochat als 19. und Ramon Zenhäusern als 24. rundeten das starke Team-Ergebnis ab.

Letztlich stellten die Schweizer gleich zwei historische Bestmarken auf. Drei Schweizer waren zuvor noch nie in einem Weltcup-Slalom in den besten sechs vertreten, und dass sich vier Swiss-Ski-Athleten in den ersten zehn einreihten – auch das gab es noch nie. Das sind grossartige Perspektiven in einer Sparte, die jahrzehntelang mehr Sorgen denn Freude bescherte. 117 Schweizer Siege konnten die Abfahrer in der Weltcup-Historie erringen, 13 sind es im Slalom. Auch dieser Vergleich sagt vieles aus. Der Sieg ging an den Routinier Felix Neureuther, der hinterher fair eingestand, auch das notwendige Glück auf seiner Seite gehabt zu haben. Denn eigentlich war alles angerichtet für den ersten alpinen Weltcupsieg eines Briten. Dave Ryding, Führender bei Halbzeit, lag rund eine halbe Sekunde voraus, ehe er kurz vor dem Ziel ausschied. Im Vor­winter in Kitzbühel hatte Ryding nach dem ersten Lauf ebenfalls geführt und am Ende hinter Marcel Hirscher Platz zwei belegt. So errang Neureuther seinen 13. Erfolg im Weltcup.

Marcel Hirscher, der nach einem Knöchelbruch sein Comeback gab, hielt sich im ersten Lauf als Vierter unerwartet gut. Danach machte sich aber der Trainingsrückstand bemerkbar. Der sechsfache Weltcup-Gesamtsieger fiel auf Platz 17 zurück. (sda)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.