WELTCUP: Langlauf-Hochburg Schweiz

Mit den Heimrennen in Davos steht für die Schweizer an diesem Wochenende der erste Höhepunkt der Saison an. Sie erhalten die erste von drei Gelegenheiten, die Olympia-Selektionsvorgaben zu erfüllen.

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Je fünf Wettkämpfe für die Frauen und Männer finden in dieser Weltcup-Saison in der Schweiz statt, in keinem anderen Land sind es mehr. In Norwegen, der Langlauf-Nation Nummer eins, werden insgesamt acht Rennen ausgetragen, in Schweden gar nur deren sechs. Die Athletinnen und Athleten von Swiss-Ski haben zwei Monate vor Beginn der Winterspiele in Pyeongchang zunächst in Davos die Gelegenheit, in vertrauter Umgebung einen entscheidenden Schritt zur Erfüllung der Selektionskriterien von Swiss Olympic zu machen.

Im Bündnerland stehen heute Skating-Sprints und morgen Einzelstart-Rennen über 15 beziehungsweise 10 km Skating auf dem Programm.

Vorgaben bislang fünfmal erfüllt

Das Schweizer Langlauf-Team als Ganzes steht in Davos nicht unter enormem Druck. Neben Nathalie von Siebenthal haben mit Jonas Baumann, Dario Cologna, Roman Furger und Jovian Hediger bereits vier Mitglieder des Männer-Kaders die Selektionsvorgaben erfüllt. «Der Start im Norden verlief für uns gut, unsere Teamleader können in Davos befreit auflaufen», sagt Peter von Allmen, der auf diese Saison hin zum Schweizer Trainerstab gestossen ist. Mit einer Klassierung unter den ersten 25 würden Laurien van der Graaff im Sprint und Nadine Fähndrich im Distanzrennen die bislang halb erfüllten Selektionsvorgaben ebenfalls gänzlich meistern.

Im Vorjahr hatte von Siebenthal als Sechste über 15 km Skating das beste Schweizer Ergebnis in Davos erzielt. Jene Rangierung steht auch als ihr persönliches Bestergebnis im Weltcup zu Buche. Trainer Von Allmen ist überzeugt, dass sie diese Leistung unter normalen Bedingungen wiederholen kann.

Colognas Form stimmt

Eine Klassierung unter den ersten zehn traut Von Allmen im Sprint auch Fähndrich zu. Bei den Sprints in klassischer Technik war die Luzernerin in Kuusamo und Lillehammer unter den Erwartungen geblieben. «Sie wollte zu viel, oft ist es auch eine mentale Sache. In den Distanzrennen machte sie sich keinen Druck, und es lief gut», so der Berner. Für das bislang beste Schweizer Resultat in diesem noch jungen Olympia-Winter war mit Dario Cologna das Zugpferd des hiesigen Langlaufs verantwortlich.

Der Münstertaler überzeugte im Verfolgungsrennen über 15 km Skating in Kuusamo mit der viertbesten Laufzeit. «Meine Form stimmt, im Norden habe ich die Bestätigung dafür erhalten», so der 30-Jährige. Auf den Skiathlon vom vergangenen Sonntag in Lillehammer verzichtete der dreimalige Olympiasieger als Vorsichtsmassnahme, um die Reizung der Achillessehne besser ausheilen zu lassen. (sda)

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