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WELTCUP: Andere Gesetze

Wendy Holdener steht auch nach dem Slalom in Zagreb auf dem Podium. Die Schwyzerin wird hinter der überlegenen Amerikanerin Mikaela Shiffrin Zweite.
David Bernold (sda)
Mikaela Shiffrin dominiert den Skirennsport der Frauen. (Bild: Giovanni Auletta/AP)

Mikaela Shiffrin dominiert den Skirennsport der Frauen. (Bild: Giovanni Auletta/AP)

David Bernold (SDA)

Wieder Zweite, wieder hinter Mikaela Shiffrin. Zum siebten Mal schon nahm Wendy Holdener nach einem Weltcup-Slalom diesen Platz ein. Dass ihr der Sprung ganz nach vorne bisher verwehrt geblieben ist, dafür ist primär die Amerikanerin verantwortlich. Die Überfliegerin stand der Innerschweizerin zum bereits fünften Mal vor der Sonne. Dazu war sie im vergangenen Februar in St. Moritz vor Holdener zum ­dritten Mal in Folge Slalom-Weltmeisterin geworden. Und auch vor zwei Tagen nach dem Parallelslalom in Oslo hatte die Reihenfolge gleich gelautet.

Holdener vermag sich mittlerweile auch bei schwierigen ­Bedingungen zu behaupten. Der zweite Lauf wurde bei Schneefall und zeitweiligem Regen gefahren, was die Piste zusätzlich strapazierte. «Früher hatte ich Mühe in Kursen mit Rillen und Spuren. Nunmehr kann ich damit besser umgehen», sagte die 24-jährige Schwyzerin. «Ich bin auch diesbezüglich auf dem richtigen Weg.» Trotz aller Fortschritte blieb auch Holdener im vierten Weltcup-Slalom der Saison gegen Shiffrin chancenlos. Im Schlussklassement wies sie einen Rückstand von 1,59 Sekunden auf.

Unantastbar im ersten Lauf

Für Shiffrin hiess es nach den zwei Fahrten «nomen est omen». Nach ihrem siebten Sieg in diesem Winter durfte sie sich als Snow Queen auszeichnen und sich die in Zagreb traditionelle Kristallkrone aufsetzen lassen. Vorerst war der seit 2005 im Kalender des Frauen-Weltcups aufgeführte Slalom unter der Bezeichnung «Goldener Bär» ausgetragen, nach dem Rücktritt von Kroatiens Skikönigin Janica Kostelic im Frühling 2007 zu deren Ehre aber umbenannt worden.

Janica Kostelic war damals, die Gegenwart heisst Shiffrin. Die Amerikanerin war einmal mehr die Königin, zum dritten Mal am Sljeme nach 2013 und 2015. Unantastbar war sie im ersten Lauf, in einer eigenen Liga fahrend, «von einer anderen Welt», wie es Michelle Gisin sagte. Für Holdener war es «grosses Kino», was Shiffrin kurz nach Mittag auf­geführt hatte. Um mindestens 1,41 Sekunden hatte sie die Konkurrentinnen distanziert und deren Hoffnungen praktisch auf den Nullpunkt sinken lassen.

Talent und harte Arbeit

Für Shiffrin gelten im alpinen Skisport längst andere Gesetze. Ihr permanent hohes Niveau überrascht niemand mehr. Und doch verblüfft sie immer wieder aufs Neue mit ihrer Leichtigkeit, ihrer perfekten Technik, ihrer Präzision und ihrer Sicherheit. Selbst für eine Hochbegabte wie Shiffrin ist der Erfolg gleichwohl keine Selbstverständlichkeit.

Shiffrins Dominanz basiert, und darauf weist sie bei jeder Gelegenheit hin, auf der Symbiose aus Talent und harter Arbeit. «Um zu gewinnen, musst du am härtesten arbeiten im Training. Wenn du das weisst, glaubst du umso mehr an dich», sagt sie. Den Glauben an die eigenen Fähigkeiten hat sie seit frühester Jugend verinnerlicht – und mit ihm das Selbstvertrauen. In Zagreb demonstrierte sie dies ein weiteres Mal auf beeindruckende Art.

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