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Italiens Verband will Strafen für Dopingsünder verdoppeln

Der italienische Radsport-Verband will den Kampf gegen Doping weiter verschärfen.

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Wiederholungstäter sollen endgültig vom Radsport verbannt werden

Wiederholungstäter sollen endgültig vom Radsport verbannt werden

Keystone

Bei einer Versammlung in Mailand einigten sich Vertreter des Verbands und der Teams auf die Verdoppelung der Disziplinarmassnahmen für Dopingsünder. Statt einer zweijährigen Sperre droht Dopingsündern in Zukunft ein vierjähriger Bann, heisst es im Memorandum, das in Mailand vorgestellt wurde. Wiederholungstäter sollen endgültig vom Radsport verbannt werden. Für die Nationalmannschaft dürfe ausserdem nur antreten, wer seine Werte in einem biologischen Pass glaubwürdig offenlege und gegen den kein Verfahren laufe.

Der Verband reagiert somit auf einen Appell des Präsidenten des italienischen Olympia-Komitees (CONI), Gianni Petrucci, der sich wegen der neuen Anti-Doping-Ermittlungen erschüttert zeigte. "Der italienische Radsport ist nicht mehr glaubwürdig. Der Radsport muss konkrete Initiativen ergreifen und endlich Schluss mit Dopingpraktiken machen", erklärte Petrucci.