Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Niederlage gegen Thun: FC Luzern weiter ohne Punkte

Der FC Luzern verliert das zweite Spiel der Saison gegen Thun mit 1:2. «Die Automatismen stimmen noch nicht», sagt der neue Trainer René Weiler. Der FCL ist noch punktelos.
Raphael Gutzwiller, Thun
In Bedrängnis: der Luzerner Shkelqim Demhasaj (links) gegen Thuns Daniel Hediger. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Thun, 29. Juli 2018))

In Bedrängnis: der Luzerner Shkelqim Demhasaj (links) gegen Thuns Daniel Hediger. (Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Thun, 29. Juli 2018))

Die Szene war sinnbildlich für die Partie, die so viel einseitiger verlief als das Resultat, das am Ende auf der Anzeigetafel stehen sollte. Thun-Flügelspieler Marvin Spielmann hatte den Ball auf der linken Seite am Fuss, seine Gegenspieler Christian Schwegler und Christian Schneuwly wollten seine Flanke verhindern. Spielmann spielte den Ball stattdessen steil durch Schweglers Beine hindurch auf Mickael Facchinetti. Seinen Schuss kann FCL-Goalie Mirko Salvi nicht festhalten, der Ball landet kurz nach der Pause zum 1:1-Ausgleichstreffer im Tor. «Es ist natürlich eine unglückliche Situation. Da ist auch viel Pech dabei», sagt der Captain der Luzerner, Christian Schneuwly. Und Goalie Salvi «beantwortet» die Frage, ob es ein Torhüterfehler gewesen sei: «Ich muss mir zuerst die TV-Bilder anschauen.»

Die Szene war sinnbildlich, weil sie das Bild des FC Luzern am gestrigen Nachmittag auf dem Thuner Kunstrasen zusammenfasste. Zunächst ist der FCL nicht nah genug am Gegenspieler, dann geht er nur halbherzig in den Zweikampf, am Ende ist auch der Keeper keine Rettung. Auf der Gegenseite zeigte sich der FC Thun nicht nur in dieser Situation spielfreudiger, entschlossener und in jedem Bereich schlicht besser als der FC Luzern. Am Ende gewann Thun verdient mit 2:1, der FCL bleibt damit auch nach zwei Saisonspielen noch ohne Punkte.

«Wir waren nach der Pause überhaupt nicht bereit»

Schon in der ersten Halbzeit hatte Thun das Spiel dominiert, dennoch ging der FCL mit einer 1:0-Führung in die Pause. Francisco Rodriguez hatte einen Konter mit einem Schieber am herauseilenden Goalie Guillaume Faivre vorbei abgeschlossen.

Die Reaktion Thuns folgte nach der Pause. Oder wie es FCL-Trainer René Weiler zusammenfasste: «Das darf einfach nicht passieren.» Innerhalb von acht Minuten nach Wiederanpfiff hatte Thun das Spiel bereits gekehrt. «Wir waren nach der Pause überhaupt nicht bereit», sagt FCL-Innenverteidiger Yannick Schmid. Am Ende stand auf der Anzeigetafel Thun – Luzern 2:1. Und es hätte bei weitem höher ausfallen können. Luzern kam zwar nach dem 2:1 zu einigen Möglichkeiten, doch der unbändige Siegeswille war weiterhin nur von den Berner Oberländern zu spüren. «Wir müssen uns noch finden. Die Automatismen stimmen noch nicht», versucht Luzern-Trainer René Weiler eine Erklärung für die verdiente Niederlage zu finden. Nach dem 1:2 steht er auch nach zwei Saisonspielen ohne Punkte da. Dies, obwohl die Gegner mit Aufsteiger Neuchâtel Xamax und dem FC Thun in Reichweite liegen sollten. Kann man schon von einer Krise in Luzern sprechen? «Wenn Sie das schreiben wollen, tun Sie das. Für uns geht es einfach darum, dass wir in der nächsten Woche gegen Lugano einen Sieg einfahren möchten», so Weiler. Er gibt aber zu, dass sein Team vieles falsch gemacht habe. Und auch Christian Schneuwly sagt: «Natürlich hat vieles nicht gepasst, wir haben den Thunern viel zu viel Platz gelassen.» Der ehemalige Thuner weist auch darauf hin, dass der FC Luzern seit langem nicht mehr auf dem Kunstrasen in Thun gewonnen hat. Genau genommen gelang das seit dem 26. November 2016 nicht mehr.

Was braucht es jetzt, um aus der schwierigen Situation herauszufinden? «Wir haben einen erfahrenen Trainer, der weiss, wie man mit einer solchen Situation umgehen muss», sagt Schneuwly. Weiler selber sagt: «Wir haben noch viel Arbeit vor uns.»

Thun – Luzern 2:1 (0:1)
5133 Zuschauer. – SR Tschudi. – Tore: 31. Rodriguez (Ugrinic) 0:1. 48. Facchinetti (Spielmann) 1:1. 53. Hediger 2:1.
Thun: Faivre; Glarner, Sutter, Stillhart, Facchinetti; Hediger, Karlen, Fatkic (65. Bigler); Tosetti, Sorgic (85. Ferreira), Spielmann (77. Salanovic).
Luzern: Salvi; Schwegler, Custodio (55. Lucas), Schmid, Feka (83. Demhasaj); Voca, Ugrinic; Schneuwly, Rodriguez (64. Gvilia), Vargas; Schürpf.
Bemerkungen: Thun ohne Costanzo, Joss, Ruberto (alle verletzt), Gelmi (krank), Da Silva und Hunziker (beide nicht im Aufgebot), Luzern ohne Cirkovic, Juric, Schulz, Lustenberger (alle verletzt) und Knezevic (nicht im Aufgebot). 91. Pfostenschuss Tosetti. Verwarnungen: 21. Glarner (Foul). 44. Ugrinic (Foul). 46. Vargas (Foul). 74. Stillhart (Foul). 80. Bigler (Foul).

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.