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Weckruf bei Posten vier

Durch einen Steigerungslauf sichert sich Daniel Hubmann an der OL-EM in Portugal über die Langdistanz die zweite Goldmedaille. Auch Judith Wyder gewinnt ihren zweiten EM-Titel.
Urs Huwyler
Daniel Hubmann befindet sich auf den Spuren der zurückgetretenen Serienweltmeisterin Simone Niggli. (Bild: Swiss Orienteering/Athletix/Martin Schmocker)

Daniel Hubmann befindet sich auf den Spuren der zurückgetretenen Serienweltmeisterin Simone Niggli. (Bild: Swiss Orienteering/Athletix/Martin Schmocker)

ORIENTIERUNGSLAUF. «Ich ging das Rennen eher verhalten an, hatte anfangs Mühe, den Rhythmus zu finden, konnte gegen Ende jedoch zusetzen», sagte Daniel Hubmann nach dem Gewinn des zweiten EM-Titels im portugiesischen Palmela. Der Thurgauer hatte 24 Stunden zuvor schon das Rennen über die Mitteldistanz für sich entschieden. Entscheidendes geschah auf der Langdistanz bei Posten vier. Dort verlor Hubmann bei der Suche rund eine Minute. «Dieser Posten war eine Art Weckruf und ich blieb danach fehlerfrei. Beim ersten Zieldurchlauf hörte ich vom Speaker, dass ich zehn Sekunden hinter dem Leader zurück lag. Und die acht Schnellsten folgten noch. Kurz vor Schluss gelang es mir, die Führung zu übernehmen. Die Taktik ging also auf», sagte Daniel Hubmann.

Die zehnte EM-Medaille

Die insgesamt zehnte EM-Medaille kam für den läuferisch überlegenen, dreifachen Weltmeister Hubmann nicht überraschend. «Ganz frisch fühlte ich mich im sechsten EM-Rennen nicht mehr. Doch es zahlte sich aus, dass ich die drei Qualifikationen verhalten angegangen und nicht an die Leistungsgrenzen gegangen war. So verlor ich nicht zu viel Kraft. Und», sagte Hubmann weiter, «wenn man schon einen Titel gewonnen hat, lässt es sich lockerer laufen.» Gestern gewann Hubmann zum drittenmal EM-Gold, daneben steht er mit sechs Silbermedaillen und einer bronzenen Auszeichnung zu Buche.

Für die Entscheidung in der Langdistanz wurde an der EM 2014 auf die andere Strassenseite gewechselt. Der letzte Posten und der Zieleinlauf waren jedoch gleich wie auf der Mitteldistanz. «Es ist sicherlich kein Nachteil, wenn man den Charakter des Geländes kennt und sich darin wohl und sicher fühlt», sagte Hubmann, der heute 31jährig wird, weiter.

Wyder überrascht

Mit zwei Medaillen von Hubmann durfte aufgrund der Resultate im Weltcup fast gerechnet werden. Die EM-Siege im Sprint und auf der Langdistanz der 26jährigen Physiotherapeutin Judith Wyder von der OLG Thun kamen dagegen auch für den Teamkollegen aus dem Thurgau überraschend. «Sie lief im Weltcup schon verschiedentlich aufs Podest. Doch zweimal Gold hatte von ihr wohl niemand erwartet. Zumal die letzten Ergebnisse keinen solchen Exploit erwarten liessen», sagte Hubmann, der nun auch mit der Staffel angreifen möchte. Daniel Hubmann dürfte für die erste Schweizer Mannschaft laufen, der jüngere Bruder Martin für die zweite Schweizer Equipe.

Wyder, aber auch die Männer, treten damit aus dem Schatten von Simone Niggli. Bisher war es an einer EM noch keinem andern Schweizer gelungen, an den gleichen Titelkämpfen zwei Distanzen für sich zu entscheiden. Im Gegensatz zu Hubmann schaltete Wyder nach dem Sprint einen Ruhetag ein. Ursprünglich wollte sie die Mitteldistanz laufen, zeigte in der Qualifikation jedoch eine schwache Leistung.

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