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Wawrinka kommt in Basel an

Stan Wawrinka wird beim 7:6, 6:7, 6:4-Sieg gegen Donald Young seinem Ruf doppelt gerecht: Gegen vermeintlich Kleine hat er oft Anlaufschwierigkeiten. Mental ist er aber stabiler denn je. Der Weg in den Halbfinal scheint für den Romand nun geebnet.
Ralf Streule/Basel

Es ist so eine Sache mit Stan Wawrinka. Da ist der Romand dreifacher Major-Sieger, seit dreieinhalb Jahren stets Teil der Top zehn. Und dennoch beisst er sich immer mal wieder die Zähne aus an den vermeintlich Kleinen. Neunmal unterlag er 2016 bereits einem ausserhalb der Top 20 klassierten Spieler. Am Dienstag in seinem Swiss-Indoors-Startspiel gegen Marco Chiudinelli stand er am Rand einer Niederlage. Und auch gestern gegen den US-Amerikaner Donald Young (ATP 83) wurde Wawrinka seinem Ruf gerecht, in den ersten Spielen eines Turniers eher wacklig aufzutreten.

Nachdem die Weltnummer 3 im ersten Satz mehrere Breakbälle fahrlässig mit unerzwungenen Fehlern vergeben hatte, gewann der Aussenseiter plötzlich an Sicherheit. Wawrinka rettete sich ins Tie Break, wo er doch noch reüssierte. Der 27jährige Young, der vor zehn Jahren in den USA noch als künftige Nummer 1 gehandelt worden war, hielt auch im zweiten Satz mit. Ein Break des Schweizers zum 4:3 konnte er umgehend kontern – und diesmal war er es, der sich im Tie Break durchsetzte. Dass Wawrinka im dritten Satz bald wieder ein Break vorlegen konnte und das Spiel dann nach Hause brachte, zeigt eines: Der Romand ist mental bereit. Und er scheint an diesem Turnier, das er zuletzt vier Mal in Folge nach der Startrunde verlassen musste, an Sicherheit zu gewinnen. Wie zum Beweis, sich in Basel plötzlich wohl zu fühlen, dirigierte er das Publikum nach seinem Sieg zu Olé-Rufen.

Hoffen auf ein Basler Wochenende mit Stan

Auch wenn die Turnierleitung in Basel froh um Spektakel ist: Eine solche mehr als zweistündige Zitterpartie hätte es für sie nicht sein müssen. Wawrinka aber sah in seiner Analyse das Positive: «Lange Partien können mir helfen, zu meinem Spiel zu finden.» Zudem sei die Partie auf hohem Niveau gewesen. «Und ich habe mich besser bewegt als noch am Dienstag.» Sein Sieg gibt dem OK nun jedenfalls Hoffnung auf einen erfolgreichen Rest des Turniers, was die Emotionen in der Halle anbelangt. Die Zuschauer fiebern mit Wawrinka zwar nicht in ganz gleichem Masse mit, wie sie dies in den Jahren zuvor mit Roger Federer getan hatten. Aber dennoch: Die gut 9000 Personen fassende Halle war gestern fast bis auf den letzten Platz besetzt.

Heute trifft der Schweizer im Viertelfinal auf Mischa Zverev (ATP 72). Der 29jährige Deutsche, der über die Qualifikation ins Turnier stiess, besiegte gestern den Argentinier Guido Pella (ATP 59). Der Bruder des zehn Jahre jüngeren Alexander Zverev (ATP 20) ist in bemerkenswerter Form, schied zuletzt in Shanghai erst in den Viertelfinals gegen Novak Djokovic aus. Im Normalfall sollte er aber Wawrinka nicht gefährlich werden. Darum geht der Blick zuversichtlich schon zu den Halbfinals: Dort wäre morgen möglicherweise Marin Cilic (ATP 12) Gegner Wawrinkas.

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