WASSERBALL: Gold und Bronze im Visier

Heute und morgen findet im Kreuzlinger Freibad Hörnli das Final-Four-Turnier im Schweizer Cup statt. Der Heimclub stellt gleich zwei Teams, was taktische Vorteile mit sich bringt.

Matthias Hafen
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Captain Marc Herzog (weiss) und der SC Kreuzlingen wollen die spezielle Ausgangslage zu ihren Gunsten nutzen. (Bild: Mario Gaccioli)

Captain Marc Herzog (weiss) und der SC Kreuzlingen wollen die spezielle Ausgangslage zu ihren Gunsten nutzen. (Bild: Mario Gaccioli)

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Am Ende des Gesprächs hält Benjamin Redder kurz inne und sagt vergnüglich: «Dieses Taktieren macht schon grossen Spass.» Der Trainer von Kreuzlingens NLA-Wasserballern hat gut lachen. Nicht nur findet das diesjährige Final Four im heimischen Hörnli statt. Sein Club stellt auch noch zwei von vier Halbfinalisten, nachdem sich das NLB-Team ebenfalls für das Turnier qualifiziert hat. Das Los wollte es so, dass Kreuzlingen I und Kreuzlingen II im ersten Halbfinal heute um 19 Uhr aufeinandertreffen. Den zweiten Halbfinal tragen um 20.30 Uhr Lugano und Schaffhausen aus. Hier beginnt Redders Taktieren.

«Es ist uns überlassen, was wir im Halbfinal zeigen und vor allem, was wir nicht zeigen», sagt Kreuzlingens NLA-Coach. Es ist ein offenes Geheimnis, dass die Thurgauer alles dafür tun werden, um den Titel zu gewinnen. Unliebsame Überraschungen wird es vom NLB-Team keine geben. «Diesen Vorteil haben wir uns erspielt. Und den wollen wir auch ausnutzen.» Redder hofft dafür, dass Schaffhausen dem haushohen Favoriten Lugano alles abverlangen wird. «Die Schaffhauser haben die Mittel, um Lugano zu fordern.» Dabei denkt er vor allem an den Ungarn Gabor Turzai, der in der Meisterschaft schon Kreuzlingen das Leben schwer gemacht hat. «Seinetwegen werden im Halbfinal einige Luganesi Kräfte lassen.»

Geht Lugano die Puste aus?

Die Physis soll es für Kreuzlingen im morgigen Final um 20.30 Uhr richten. «Unsere Jungs sind topfit», lautet Redders deutliche Ansage Richtung Lugano, das die Thurgauer in der Meisterschaft zuletzt dreimal in Folge besiegt hat. «Deshalb haben wir in den vergangenen zwei Wochen fast ausschliesslich an der Taktik gefeilt.» Die Tessiner hingegen hätten ein älteres Kader und bräuchten Zeit für die Regeneration. Zeit, die sie an diesem Finalwochenende nicht haben. «Je länger wir ihnen Paroli bieten, desto grösser werden unsere Chancen», ist Redder überzeugt.

Doch damit ist das Taktieren des Trainers noch nicht zu Ende. Denn Kreuzlingens NLB-Team soll nicht nur Wegbereiter zum Cupsieg sein. «Wir stecken genau so viel Hingabe in den Plan, dass Kreuzlingen auch den kleinen Final gewinnt», sagt Redder. «Wir werden eine schlagfertige Mannschaft aufstellen.»

Programm

Freitag, 19.00 Uhr: Kreuzlingen – Kreuzlingen II (Halbfinal 1). – 20.30: Lugano – Schaffhausen (Halbfinal 2). – Samstag, 15.30: Spiel um Platz 3. – 17.00: Regio-Cup-Final. – 18.40: Cupfinal Frauen. – 20.30: Cupfinal Männer.