WASSERBALL: Eine herbe Enttäuschung

Kreuzlingen verliert auch das vierte Spiel im NLA-Halbfinal. In Horgen resultiert ein 8:10. Damit setzen sich die Zürcher in der Best-of-5-Serie 3:1 durch.

Matthias Frese
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Der harte Kampf zwischen Kreuzlingern (weiss) und Horgnern (blau) brachte immer wieder spektakuläre Bilder zutage. (Bild: Mario Gaccioli)

Der harte Kampf zwischen Kreuzlingern (weiss) und Horgnern (blau) brachte immer wieder spektakuläre Bilder zutage. (Bild: Mario Gaccioli)

Matthias Frese

sport@thurgauerzeitung.ch

Mit dem Rücken zur Wand wollte der SC Kreuzlingen das Halbfinal-Aus vermeiden. Doch das Unterfangen am Zürichsee scheiterte gestern Abend. Wie schon im Vorjahr verpassen die Thurgauer NLA-Wasserballer damit den Playoff-Final. Für die Kreuzlinger, die erneut auf den verletzten Nationalgoalie Luca Henzi verzichten mussten, nahm die Begegnung einen unglücklichen Verlauf.

Konnte Horgen in den ersten vier Minuten noch auf einem 1:1 gehalten werden, zogen die Gastgeber danach auf ein 3:1 davon. Dieser Vorsprung egalisierten die Gäste zu Beginn der zweiten Halbzeit zum 3:3, gleichwohl baute der Rekordmeister vom Zürichsee die Führung bis zum Seitenwechsel wieder auf 6:3 aus. Allgemein zeigte der Aussenseiter mehr Ambitionen zum Finaleinzug. Die Kreuzlinger liessen ihre Gefährlichkeit im Vergleich zu den vorangegangenen Partien vermissen.

Trotz Aufholjagd Horgen nicht mehr eingeholt

Im dritten Viertel griff der SCK noch einmal an. Er verkürzte den Rückstand auf 6:7, aber Horgen antwortete mit drei Toren in ­Folge. Bis zum Abpfiff blieb den Kreuzlingern nur noch eine Resultatkosmetik zum 8:10, womit sich Horgen für den Final qualifizierte.

Für das junge Team vom Bodensee ist der verpasste Finaleinzug eine herbe Enttäuschung, war das Abschneiden in der Qualifikationsrunde doch so vielversprechend. Horgen hingegen hat erneut bewiesen, dass seine Stärken im Playoff liegen und dass der Rekordmeister trotz vielleicht schlechterer Statistik nie unterschätzt werden darf. Nach 2016 bezahlen die Kreuzlinger gegen die Zürcher eine weitere Saison Lehrgeld, was indes zu keinem Abbruch führt. Das Team um Coach Benjamin Redder befindet sich zum Grossteil noch in den jungen Zwanzigern, kann also noch lange genug Erfahrung sammeln, damit in Zukunft neue Erfolge gefeiert werden können. Mit der Silbermedaille im Cup hat der SCK schon einen kleinen Ausblick geboten.

Spiel um Platz drei gegen Schaffhausen

Trost kann die Mannschaft nun im Spiel um Platz drei holen. In der Best-of-3-Serie kommt es zum Nachbarschaftsderby gegen den SC Schaffhausen. Die Kreuzlinger treten als deutlicher Favorit an. Anpfiff wird voraussichtlich am nächsten Donnerstag im Freibad Hörnli sein.