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WASSERBALL: Ein Ahornblatt auf rauer See

Transfers von Wasserball-Profis werfen selten Wellen. Schon gar nicht in der Schweiz. Wenn der kanadische Nationalgoalie zu Kreuzlingen wechselt, ist das eine kleine Sensation.
Matthias Hafen
Dušan Aleksic ist überzeugt, dass er beim SC Kreuzlingen genügend Wettkampf vorfindet, um auch international im Geschäft zu bleiben. (Bild: Mario Gaccioli (Kreuzlingen, 21. April 2018))

Dušan Aleksic ist überzeugt, dass er beim SC Kreuzlingen genügend Wettkampf vorfindet, um auch international im Geschäft zu bleiben. (Bild: Mario Gaccioli (Kreuzlingen, 21. April 2018))

Matthias Hafen

matthias.hafen@thurgauerzeitung.ch

Dušan Aleksic tönt nach Fussball. Liverpool, Atletico Madrid – oder vielleicht auch nur St. Gallen. Mit Wasserball aber verbindet man den Namen nicht. Noch nicht. Denn der 27-jährige Kanadier mit bosnischen Wurzeln ist nach Kreuzlingen gekommen, um von sich reden zu machen. Titel will er mit dem SCK gewinnen – und seine internationale Karriere als Teil des Schweizer Spitzenclubs aufrechterhalten.

Als Sechsjähriger verliess der in Sarajevo geborene Aleksic seine Heimat Richtung Kanada, wo die Familie 1997 ein neues Leben begann. Drei Jahre später, inspiriert von den Olympischen Spielen 2000 in Sydney, begann er mit Wasserball. Sein Talent und sein Trainingswille brachten ihn ins kanadische Nationalteam, an diverse Weltmeisterschaften und Pan-amerikanischen Spiele. Aleksic wurde eine feste Grösse im internationalen Wasserball, wechselte in die Topligen Ungarns und Spaniens. Zuletzt spielte er zwei Saisons in Pamplona. Dort, wo sie jedes Jahr Stiere durch die Gassen treiben.

Die Schweiz, ein sicherer Hafen

Aleksic erzählt viel Gutes über seine Jahre in Spanien. Von einer professionellen Meisterschaft, die fast ausschliesslich in geschlossenen Stadien stattfindet. Von einem sportlichen Niveau, dem die Schweizer NLA das Wasser nicht annährend reichen könne. Und wenn, dann nur die Spitzenteams Kreuzlingen und Lugano. «Sie könnten international vielleicht mithalten», so Aleksic.

Er hat auch schlechte Erlebnisse im Gepäck. Etwa, wenn er vielsagend anspricht, dass in der Schweiz deutlich mehr Sicherheit geboten werde, was das Einhalten der Verträge betrifft. Seit vergangenem November weilt der Vollprofi in Kreuzlingen. Er liebt den See, freut sich wie ein Kind auf den Sommer, sagt aber auch, dass er zum ersten Mal in einer so kleinen Stadt lebe und sich erst noch daran gewöhnen müsse. «Zum Glück ist Konstanz nah», so der studierte Betriebsökonom.

«Ich weiss, dass von mir viel erwartet wird»

Der 1,94 Meter grosse Goalie ist auch zum SC Kreuzlingen gestossen, weil er hier eine neue Herausforderung fand. «Ich weiss, dass von mir viel erwartet wird», sagt Aleksic. Auch im übertragenen Sinn kann der Bodensee manchmal ein raues Gewässer sein. «Aber ich kenne diese Situation und ich mag es, wenn ich in einem Spiel die Differenz ausmachen kann.» Sein Ehrgeiz ist ansteckend – und nicht von einer Liga abhängig. Der Kanadier ist drauf und dran, in Kreuzlingen eine neue Heimat zu finden.

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