Warum St.Gallen und Basel eigentlich vor YB stehen sollten

Wenn der Fussball berechenbar wäre, stünden der FC St.Gallen und der FC Basel heute in der Tabelle vor YB. Zu diesem Schluss kommt zumindest ein Model, das anhand vieler Daten die «erwartbaren Punkte» misst.

Jakob Weber
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Der St. Galler Cedric Itten versucht YB-Captain Fabian Lustenberger den Ball abzuluchsen.

Der St. Galler Cedric Itten versucht YB-Captain Fabian Lustenberger den Ball abzuluchsen.

Bild: Urs Bucher

Fussball ist nicht immer so eindeutig wie beim 2:0 von YB gegen Basel. Oft gewinnt auch das Team, das den Sieg eigentlich nicht verdient hat. Um zu erörtern, welche Mannschaften mehr Punkte sammeln, als sie eigentlich aufgrund ihrer Spielweise verdient hätten, hat das Onlineportal «Football-Observatory» ein mathematisches Model kreiert.

Anhand von Ballbesitzwerten und der Anzahl und dem Ort eigener und gegnerischer Torschüsse berechnet es, wie viele «expected points» die Fussballteams Europas eigentlich auf ihrem Konto haben sollten. Wer diese erwartbaren Punkte mit dem tatsächlichen Punkteschnitt vergleicht, bekommt für die Super League eine besondere Tabelle (siehe Grafik). Sie gibt an, wie effektiv oder eben nicht die Vereine ihre Überlegenheit auf dem Platz in Tore und Punkte ummünzen. Laut der Mathematik hätten sowohl St.Gallen wie auch der FCB mehr Punkte als YB verdient, doch kein Schweizer Team ist so effektiv wie Meister YB. Mathematischer Leader wäre das Überraschungsteam aus St.Gallen. Tabellenschlusslicht wäre Xamax.