VORWURF: Ronaldo hat Steuerprobleme

Cristiano Ronaldo soll zwischen 2011 und 2014 bis zu 15 Millionen Euro Steuern hinterzogen haben.

Ralph Schulze, Madrid
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Auf dem Rasen könnte es kaum besser laufen für Weltfussballer Cristiano Ronaldo: 2016 wurde er Europameister mit Portugal, 2017 gewann Ronaldo mit Real Madrid die spanische Liga. Der Stürmer ist Rekordtorschütze der Champions League, steht nun mit Madrid im Final gegen Juventus Turin.

Auf anderem Terrain scheint es weniger rund zu laufen für Ronaldo. Spaniens Finanzamt glaubt offenbar, dass der Portugiese auch in Sachen Steuerhinterziehung ein Champion ist. Laut spanischen Medienberichten schickte der Fiskus jetzt das Ergebnis monatelanger Ermittlungen an die Staatsanwaltschaft in Madrid. Demzufolge soll der vierfache Weltfussballer zwischen 2011 und 2014 bis zu 15 Millionen Euro an Steuern hinterzogen haben.

«Unstimmigkeiten» mit dem Finanzamt

Nun muss die Justiz darüber entscheiden, ob Ronaldos Steuerdribblings als Betrug zu werten sind und ihm der Prozess gemacht wird. Doch anscheinend versuchte Ronaldo bereits, mit einer Steuernachzahlung von 5,6 Millionen Euro das Finanzamt zu besänftigen. Zudem teilten seine Anwälte der spanischen Digitalzeitung «El Confidencial» mit, dass «keine Betrugsabsicht» vorgelegen habe. Vielmehr gebe es «Unstimmigkeiten» mit dem Finanzamt über die steuerliche Bewertung von Einnahmen aus Bild- und Werberechten.

Den Angaben zufolge geht es um rund 150 Millionen Euro, welche der heute 32-Jährige über ein Firmennetz in Finanzoasen kassiert haben soll. Eine Information, die Ende 2016 von der ­Enthüllungsplattform «Football ­Leaks» den Medien zugespielt und später im Kern von Spaniens Regierung bestätigt wurde.

Ralph Schulze, Madrid

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