Vortritt Vettel bei Ferrari

Sebastian Vettel gewinnt den GP von Ungarn und baut seine Gesamtführung aus. Zweiter wird sein Teamkollege Kimi Räikkönen – der wohl schneller hätte fahren können als der Deutsche.

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Hielten Mercedes in Schach: Die Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen (links) und Sebastian Vettel. (Bild: Zsolt Czegledi/AP)

Hielten Mercedes in Schach: Die Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen (links) und Sebastian Vettel. (Bild: Zsolt Czegledi/AP)

Der aus der Pole-Position gestartete Vettel siegte vor Teamkollege Kimi Räikkönen, der den zweiten Doppelerfolg für Ferrari in diesem Jahr nach dem in Monaco perfekt machte. So einfach, wie es nach den Eindrücken im letzten freien Training und im Qualifying gemutmasst worden war, fiel Vettel der Sieg aber nicht. Räikkönen hätte wohl schneller fahren können und liess das die Boxencrew auch mehrmals über Funk wissen. Doch die Chefs in der Schaltzentrale hatten für den Finnen kein Gehör. Zu wichtig waren der Sieg und die 25 Punkte für Vettel im Titelkampf. Der Deutsche, der in Ungarn zum zweiten Mal nach 2015 siegte, baute seine Führung im WM- Gesamtklassement um 13 auf 14 Punkte aus. Gefahr drohte zudem bis fast am Schluss vom Mercedes-Duo. Lewis Hamilton und Valtteri Bottas hielten sich vorab im zweiten Teil des Pensums lange auf Schlagdistanz.

Sportliches Verhalten im Mercedes-Team

Hamilton lag bis in die Schlussrunde auf Platz drei, liess dann aber auf äusserst sportliche Weise seinen Teamkollegen Valtteri Bottas passieren. Der Finne seinerseits hatte zuvor dem Engländer Platz gemacht, der zu jenem Zeitpunkt noch die Möglichkeit sah, in die Phalanx der Ferrari-Fahrer einbrechen zu können. Einmal mehr nur Statistenrollen spielten die Fahrer des Teams Sauber. Pascal Wehrlein und Marcus Ericsson klassierten sich mit zwei Runden Rückstand auf den Plätzen 16 beziehungsweise 17. Die anhaltende Erfolglosigkeit hatte auch Folgen in der Wertung der Konstrukteure. Weil Fernando Alonso als Sechster und Stoffel Vandoorne als Zehnter in den McLaren zusammen neun Punkte sammelten, rutschte Sauber auf die letzte Position ab.

Von Red Bull, das sich im Vorfeld des GP ebenfalls Chancen ausgerechnet hatte, im Kampf um den Sieg ein Wort mitreden zu können, klassierte sich Max Verstappen als Fünfter. Daniel Ricciardo, am Freitag in beiden Trainings der Schnellste, schied schon in der ersten Runde aus – nach einem Rencontre mit Verstappen. Dieser wurde als Verursacher des Zwischenfalls mit einer Zeitstrafe von zehn Sekunden belegt. (smd)