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Kommentar

Vorschläge für Schweizer Fussballnati müssen konsequent umgesetzt werden

Sportredaktor Raphael Gutzwiller zu den präsentierten Vorschlägen für neue Strukturen rund um die Schweizer Fussball-Nati.
Raphael Gutzwiller
Raphael Gutzwiller

Raphael Gutzwiller

Die Nationalmannschaft soll professioneller werden. So lassen sich die Forderungen des Berichts von Georg Heitz und Bernhard Heusler zur Nationalmannschaft kurz zusammenfassen. Diverse Vorschläge sollen dem Schweizerischen Fussballverband helfen, besser aufgestellt zu sein, um in Krisensituationen rund um das Nationalteam richtig reagieren zu können.

Denn nicht nur bei den Doppeladler- und Doppelbürger-Affären kam es rund um das Nationalteam zu Fehlern – ­sowohl intern als auch extern. Nach dem blamablen Ausscheiden an der WM ging es rund ums Nationalteam fast nur noch um Politik und nicht mehr um den Sport. Auch weil die Verantwortlichen lange schwiegen und zu passiv agierten. Auch wenn es nach dem aufwühlenden Sommer wieder ruhiger geworden ist, tut der Verband gut daran, die Vorschläge des eingesetzten Beraterduos umzusetzen.

Die Hauptforderung des Berichts ist eine klare Trennung in der Führung zwischen der Nationalmannschaft und dem Verband. Dies macht Sinn. Der neue Sportchef soll der neue Chef des Nationalteams werden. Er wählt den Trainer aus, führt ihn, legt die Ziele fest und ist der Hauptverantwortliche, wenn es um sportliche Belange geht. Zudem kann er den Nationaltrainer unterstützen, etwa in der Kommunikation mit den Spielern.

Diese Professionalisierung ist nötig. Denn das Führen der Nationalmannschaft hat sich in den letzten Jahren verändert. Ansprüche sind gestiegen, neue Schwierigkeiten dazugekommen. Sei es, weil die Spieler gutbezahlte Profis in Topligen sind, bessere Bedingungen gewohnt sind, oder immer mehr Spieler auch für eine andere Nation spielen könnten. Was bis heute geblieben ist, sind verstaubte Strukturen in der Organisation.

Auch deshalb ist die Idee gut, dass die Nationalmannschaft ein eigenes Trainingszentrum erhalten soll. Die Spieler sind von ihren Vereinen gewohnt, auf einwandfreien Plätzen trainieren zu können. Auch da muss der Verband professioneller werden, um den Nationalspielern jene Möglichkeiten zu bieten, die auf dieser Stufe Bestleistungen ermöglichen.

Es ist zu hoffen, dass der SFV die Vorschläge von Bernhard Heusler und Georg Heitz konsequent umsetzt. Entscheidend wird die Personalwahl sein. Denn der neue Sportchef muss höchste Erwartungen erfüllen.

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