Vorläufig keine Unihockey-Länderspiele in St.Gallen – die Euro Floorball Tour fällt dem Coronavirus zum Opfer

Die Länderspiele der A- und U19-Nationalteams aus der Schweiz, Schweden und Tschechien vom kommenden Wochenende in St. Gallen werden aufgrund der stark steigenden Infektionszahlen nicht durchgeführt.

Drucken
Teilen
Schweiz gegen Schweden wäre ein Höhepunkt des Wochenendes gewesen, doch die beiden Teams treffen nun nicht aufeinander. Im Bild der Schweizer Patrick Mendelin (Mitte) gegen den Schweden Rasmus Sundstedt.

Schweiz gegen Schweden wäre ein Höhepunkt des Wochenendes gewesen, doch die beiden Teams treffen nun nicht aufeinander. Im Bild der Schweizer Patrick Mendelin (Mitte) gegen den Schweden Rasmus Sundstedt.

Fabian Trees/Keystone

(red) Der Verband Swiss Unihockey hat sich wegen den jüngsten epidemiologischen Entwicklungen entschieden, die Euro Floorball Tour (EFT) vom 16. bis 18. Oktober im Athletik Zentrum in St. Gallen abzusagen.

Die Gesundheit aller Beteiligten steht an erster Stelle. Der Geschäftsführer Michael Zoss lässt sich in einer Medienmitteilung des Unihockeyverbandes so zitieren:

«Wir bedauern diese Absage sehr, aber in der momentanen Situation wäre eine Durchführung nicht vertretbar gewesen.»

Von Freitag bis Sonntag hätten die A- und U19-Nationalteams aus der Schweiz, Schweden und Tschechien je zwei Mal gegeneinander gespielt. In den vergangenen Tagen verschlechterte sich die Lage rund um das Coronavirus in der ganzen Welt drastisch.

Viele Unsicherheiten auf Reisen

Die Infektionszahlen nahmen stark zu, weshalb die Regierungen in vielen Ländern die Massnahmen wieder verschärft haben. So wurde beispielsweise in Tschechien ein 30-tägiger Notstand ausgerufen. Sportveranstaltungen sind für zwei Wochen abgesagt worden, weshalb der tschechische Meisterschaftsbetrieb für die nächsten zwei Wochen ruht.

Auch in Schweden nahm die Zahl der Neuinfektionen wie in der Schweiz zuletzt deutlich zu. Die Reise mit dem Flugzeug stellt für die Spieler ein erhöhtes Ansteckungsrisiko dar.

Zudem wäre die Rückreise ungewiss: Wenn sich ein Spieler in der Schweiz anstecken würde, müsste er in der Schweiz zehn Tage in Quarantäne. Von Seiten Schweden konnte zudem nicht verbindlich zugesichert werden, dass alle Spieler die Freigabe von ihren Vereinen erhalten.

Die Finnen haben schon früher beschlossen, aufgrund der Reisebeschränkungen auf die Länderspiele in St.Gallen zu verzichten.

Grosse Unterstützung

Swiss Unihockey schreibt in der Medienmitteilung weiter, in den vergangenen Wochen zusammen mit dem lokalen Organisationskomitee, IG Unihockey St. Gallen-Appenzell, und der Stadt St. Gallen alles unternommen zu haben, um die Länderspiele durchführen zu können. Die Unterstützung aller Beteiligten und insbesondere des lokalen Organisationskomitees sowie der Behörden in St.Gallen sei gross gewesen.

Wer bereits Tickets gekauft hat, erhält diese zurückerstattet. Genauere Informationen zum Rückerstattungsprozess folgen in den nächsten Tagen.