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Vor Duell mit Rafael Nadal: Roger Federers Pläne fallen ins Wasser

Roger Federer (37) strebt im Roland-Garros-Halbfinal vom Freitag im sechsten Paris-Duell mit Rafael Nadal (33) den ersten Sieg an. Nach fünf Siegen gegen Rechtshänder trifft er nun auf den besten Linkshänder der Geschichte. Es gelte, in der Vorbereitung keine Zeit zu verlieren.
Simon Härig
Roger Federer, hier im Bild beim Match gegen Oscar Otto in der zweiten Runde, muss sich am Mittwoch in Paris Geduld beweisen. (Bild: Keystone/Caroline Blumberg, 29. Mai 2019)

Roger Federer, hier im Bild beim Match gegen Oscar Otto in der zweiten Runde, muss sich am Mittwoch in Paris Geduld beweisen. (Bild: Keystone/Caroline Blumberg, 29. Mai 2019)

Erstmals seit dem Australian-Open-Final 2017 trifft Roger Federer bei einem Grand-Slam-Turnier wieder auf seinen Erzrivalen Rafael Nadal. Zwar hat er die fünf letzten Duelle gewonnen, sein letzter Erfolg auf Sand liegt allerdings zehn Jahre zurück. Ohnehin ist seine Bilanz gegen Nadal auf dessen bevorzugter Unterlage mit 2:13 bescheiden. Alleine in Paris verlor er fünf Mal - 2005 im Halbfinal, von 2006 bis 2008 und 2011 jeweils im Final.

Erst zwei Spielern ist es gelungen, Rafael Nadal in Paris zu bezwingen: Robin Söderling 2009 in den Achtelfinals und Novak Djokovic 2015 in den Viertelfinals. Dem stehen elf Titel und 91 Siege gegenüber. Mit 58 Titeln und einer 434:39-Siegbilanz (116:2 über drei Gewinnsätze) ist er auf Sand der beste der Geschichte. «Das hat er oft bewiesen», sagt Federer. «Aber ich glaube an meine Chance. Vielleicht ist er krank, hat ein Problem, oder ich spiele überragend.»

Regen bis weit nach Mitternacht

Geht es nach dem Baselbieter, hat Nadals Dominanz auf Sand im Wesentlichen damit zu tun, dass er Linkshänder ist. «Gegen einen Linkshänder fühlt es sich niemals natürlich an. Denn meist spiele ich ja gegen Rechtshhänder. Nadal ist es hingegen gewohnt, gegen Rechtshänder zu spielen», sagt Federer. «Es ist ein ganz anderes Spiel. Das grösste Problem ist der Return, weil der Ball zur anderen Seite wegspringt. Es ist eine grosse Umstellung für mich.»

Nach seinem 3:35-Stunden-Sieg gegen Stan Wawrinka sagte Federer, er sei froh, habe er zwei Tage Zeit, um sich mit spezifischem Training auf die Herausforderung vorzubereiten. «Früher hasste ich es, heute liebe ich es, mich dem zu stellen.» Es gelte nun, keine Zeit zu verlieren. Doch am Mittwoch macht ihm das Wetter einen dicken Strich durch die Rechnung. Seit Mittag giesst es wie aus Kübeln. Erst gegen Mitternacht soll der Regen langsam nachlassen.

Lüthi: «Training tut Roger gut»

Während Nadal um die Mittagszeit einen Platz reserviert hatte, fehlte Federer auf dem Trainingsplan. Gut möglich, dass er anderswo in Paris in einer Halle mit einem Linkshänder trainiert. Allerdings wären diese Bedingungen nicht mit jenen auf dem Court Philippe Chatrier zu vergleichen. Weil die Familie erstmals nicht mitgereist ist, gibt Federer das Training eine Struktur, sagt Trainer Severin Lüthi der «L'Equipe». «Es tut ihm gut.»

Federer, der vor dem Turnier sagte, er gehe die French Open, die er vor zehn Jahren zum ersten und einzigen Mal gewonnen hat, ohne grosse Erwartungen an, sagte, er freue sich gleichwohl auf das Duell mit Nadal. «Als ich mich dazu entschied, auf Sand zu spielen, hoffte ich, dass es dazu kommt. Denn wenn du auf Sand etwas erreichen willst, musst du früher oder später gegen Nadal gewinnen.» Vielleicht gelingt ihm das 2019 auch erstmals in Paris.

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