Vor dem Spiel gegen Basel
Das Warten soll ein Ende haben – gelingt dem FCSG gegen Basel der erste Heimsieg seit Herbst 2017?

Der FC St.Gallen empfängt am Samstag um 20.30 Uhr den ersatzgeschwächten FC Basel. Mit einem Sieg schliessen die Ostschweizer bis auf einen Punkt zum früheren Ligakrösus auf. Erstmals dem Aufgebot des FC St.Gallen angehören wird Neuzugang Junior Adamu.

Patricia Loher
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Nach der Gelbsperre gegen Vaduz ist Lukas Görtler gegen Basel wieder dabei.

Nach der Gelbsperre gegen Vaduz ist Lukas Görtler gegen Basel wieder dabei.

Bild: Marc Schumacher/Freshfocus

Die Aussichten der St.Galler sind trotz Formschwankungen noch immer verlockend: Mit einem Sieg gegen Basel am Samstag gehören sie weiter der Spitzengruppe hinter den Young Boys an. Der Rückstand auf die derzeit zweitplazierten Gäste würde nur noch einen Punkt betragen.

Nur: Die Leistung der platt wirkenden Ostschweizer beim 1:2 am vergangenen Samstag in Vaduz war ernüchternd. Zudem haben die St.Galler gegen die Basler in den vergangenen zehn Heimspielen nur einmal gewonnen: Im September 2017 setzten sie sich mit 2:1 durch. Die Tore erzielten Marco Aratore und Danijel Aleksic.

Trainer Peter Zeidler sagt:

«Es ist Zeit, dass wir gegen Basel wieder einmal etwas machen.»

Wenige Tage vor Weihnachten gab es im St. Jakob-Park zwischen den beiden Teams ein unterhaltsames 0:0. Dabei zeichneten sich vor allem die starken Goalies Heinz Lindner und Lawrence Ati Zigi aus.

Unruhige Tage in Basel

Was der aktuellen Tabelle nicht abzulesen ist: Mit St. Gallen und Basel treffen am Samstag nur das siebt- und das sechstbeste Team des Jahres 2021 aufeinander.

Richtig unruhig ist es vor allem in Basel. Das Cup-Aus gegen Winterthur nach einer 2:6-Niederlage war ein Schock und das 0:0 gegen Lausanne auch nicht wirklich eine Befreiung.

Basels Trainer Ciriaco Sforza (rechts) und Verteidiger Jasper van der Werff.

Basels Trainer Ciriaco Sforza (rechts) und Verteidiger Jasper van der Werff.

Bild: Marc Schumacher/Freshfocus

Zudem muss die Mannschaft von Trainer Ciriaco Sforza am Samstag im Kybunpark ersatzgeschwächt antreten: Nebst den gesperrten Eray Cömert und Fabian Frei fehlen dem Coach unter anderen die verletzten Silvan Widmer, Valentin Stocker und Taulant Xhaka.

Muheim wieder im Mannschaftstraining

Nach vier Spielen innert zehn Tagen und dem Dämpfer in Vaduz hat St.Gallen erstmals seit langem wieder eine ganze Trainingswoche absolviert. Der Trainer sagt:

«Die Woche hat uns gutgetan.»

Es ging um Regeneration, taktische Übungseinheiten und auch darum, «dass die Kraft wieder kommt», so Zeidler. Die Partie im Fürstentum war schnell analysiert, schon einen Tag nach der Enttäuschung äusserte sich der Trainer selbstkritisch:« Ich hätte anders aufstellen sollen.» Und weiter sagte er: «Ich habe die Erholungsfähigkeit meiner Spieler ein bisschen überschätzt und die Intensität von vier Partien in zehn Tagen unterschätzt.»

Entscheidend wird nun sein, wie St.Gallen diese Woche genutzt hat.

St.Gallens neuer Hoffnungsträger im Sturm: Junior Adamu, der Salzburg gehört.

St.Gallens neuer Hoffnungsträger im Sturm: Junior Adamu, der Salzburg gehört.

Bild: www.imago-images.de

In der vergangenen Woche galt es auch, Junior Adamu, den Neuzugang aus Österreich, zu integrieren. Der 19-jährige Stürmer trainiert nach der Quarantäne seit Sonntag mit und gehört am Samstag erstmals St.Gallens Kader an. Zeidler sagt: «Er wird eine Verstärkung sein.»

Miro Muheim

Miro Muheim

Bild: Andy Müller/Freshfocus

Wieder im Mannschaftstraining zurück ist Miro Muheim, der sich am 16. Januar in einem Testspiel gegen Altach eine schwere Schulterverletzung zugezogen hat und operiert werden musste.

Zeidler hofft, dass der Aussenverteidiger schon in einer Woche in Luzern wieder einsatzfähig ist. Nach Basel empfängt St. Gallen am Mittwoch zu Hause Servette, ehe es am Sonntag in der Zentralschweiz gastiert.

Mögliche FCSG-Formation:
Zigi; Kräuchi, Stergiou, Fazliji, Traorè; Görtler, Quintillà, Ruiz; Stillhart; Guillemenot, Duah.