Von Palmen zur Eigernordwand

Heute findet die Premiere des Swissman statt – ein Triathlon über die Ironman- Distanz. Treibende Kraft dahinter ist auch Markus Stierli aus Rickenbach bei Wil.

Jörg Greb
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Markus Stierli (Bild: pd)

Markus Stierli (Bild: pd)

TRIATHLON. Wer den ersten Swissman mit Erfolg bewältigen will, muss 3,8 km schwimmen, 180 km Velo fahren und 42,2 km laufen. Der Parcours führt von der Brissago-Insel über Ascona, Gotthard, Furka, Grimsel nach Brienz und von dort auf die Kleine Scheidegg. Zur Distanz summieren sich 5200 Höhenmeter. Wenige Tage nach der Öffnung des Anmeldeportals lagen 350 Einschreibungen vor. Das Los bestimmte die 67 Athletinnen und Athleten aus elf Nationen, die nun loslegen dürfen.

Ein Abenteuer

Zurück geht die Idee des Swissman auf Beat Stadelmann. Der profilierte Langdistanz-Triathlet aus Winterthur verband 2009 einen Besuch bei seiner Tochter mit der Teilnahme am Xtreme Triathlons Norseman in Norwegen. Dabei kam er «physisch und psychisch an Grenzen wie noch nie». Das hinterliess Eindruck und rief nach Wiederholung. Doch zwei Jahre später verwehrte ihm das Los die Teilnahme. Als Betreuer von Markus Stierli – dieser erreichte hinter dem amerikanischen Hawaii-Profi Tim DeBoom den hervorragenden zweiten Platz – war er dennoch dabei. Und just in diesem Kontext hat die Idee des Swissman zu reifen begonnen. Wie bei den Vorläufern sollte das Naturerlebnis im Vordergrund stehen und an ein «echtes Abenteuer» gekoppelt sein – und zwar für jeden Athleten wie auch dessen Supporter.

Die Vorgabe scheint erfüllt zu sein, auch bei Stierli zeigt sich die Vorfreude auf das Produkt, an dem er mitgewirkt hat: «Wir besuchen an einem Tag die schönsten Orte der Schweiz und bewegen uns von Palmen bis zum ewigen Schnee.»

Händedruck und Champagner

Dies sei etwas völlig anderes als ein Ironman, der wieder an seinen Startort zurückkehrt und bei dem Runden zu absolvieren seien. Es gibt keine fünfstelligen Preisgeldsummen, sondern einen Händedruck und eine Champagnerflasche. Stierli präsentiert sich voller Erfolgshunger: «Ich fühle mich bestens vorbereitet und steige mit hohen Ambitionen ins Rennen.» Zugunsten einer spezifischen Vorbereitung hat er seit dem vergangenem Oktober das Arbeitspensum als Elektriker auf 40 Prozent gesenkt.

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