Von der Negativspirale erfasst

Der FC Wil tritt in der Challenge League an Ort, kassiert gegen Aarau die zweite 0:3-Niederlage hintereinander und rutscht ans Tabellenende ab. Im fünften Saisonspiel sieht bereits zum drittenmal ein Spieler der Ostschweizer die rote Karte.

Simon Dudle
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Aaraus Silvan Widmer (Mitte) gegen Wils Otele Mouangue. (Bild: Urs Bucher)

Aaraus Silvan Widmer (Mitte) gegen Wils Otele Mouangue. (Bild: Urs Bucher)

FUSSBALL. Es wiederholt sich derzeit beim FC Wil von Spiel zu Spiel. Mit Ausnahme des 3:2-Siegs in Bellinzona hatten die Ostschweizer in jeder Partie eine gute Phase, die aber nicht zum Führungstreffer reichte. In der aktuellen Situation genügt wenig, um die labilen Ostschweizer aus dem Tritt zu bringen. In der Partie gegen Aarau war es der erste Gegentreffer nach einer ausgeglichenen Startphase, als der ehemalige Wiler Davide Callà einen schnellen Gegenzug mit dem 1:0 für die Gäste abschloss. Danach wurde bei den Ostschweizern das offensive Durchsetzungsvermögen des gesperrten Adis Jahovic an allen Ecken und Ende vermisst, und es fehlte an Torchancen.

Frühe Entscheidung

Die Wiler blieben in läuferischer Hinsicht einiges schuldig und spielten ideenlos. Da Jong Hyok Cha binnen zwölf Minuten zweimal verwarnt wurde – es war bereits der dritte Platzverweis gegen einen Wiler in dieser Saison – und das Feld nach einer Stunde verlassen musste, war die Frage nach dem Sieger früh beantwortet. Dies war der Fall, als Callà zwei Minuten nach Chas Platzverweis auf 2:0 erhöhte. Vergessen war nun der ansprechende Wiler Start, als Aaraus Remo Buess einen Kopfball von Martin Steuble an die eigene Latte hatte klären müssen. In der Schlussphase warfen die Wiler alles nach vorne, ohne aber zu Chancen zu kommen. Die Konsequenz war der dritte Gegentreffer durch Silvan Widmer nach einem Durcheinander im Wiler Strafraum.

In St. Gallen weiter torlos

Der FC Wil hat auch nach zwei Heimspielen in der AFG Arena weder ein Tor erzielt noch einen Punkt gewonnen. «Wir haben uns etwas völlig anderes vorgenommen und kommen derzeit nicht aus diesem Fahrwasser», sagte Wils Trainer Axel Thoma, der als Sportchef nicht daran denkt, einen anderen Trainer zu suchen.

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