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Von den Färöern nach Genf – die Reise für den FC Luzern geht weiter

Nach dem historischen Sieg auf den Färöer-Inseln spielt der FCL morgen in Genf gegen Servette – und die nächste strenge Woche steht bevor.
Raphael Gutzwiller aus Torshavn

Marvin Schulz sitzt am Tag nach dem historischen Sieg auf den Färöer-Inseln in der Hotellobby, wirkt ausgeruht. Es ist 8.30 Uhr, eine grosse Feier nach dem 1:0-Sieg gegen Klaksvik lag am Vorabend nicht drin. Schulz und seine Mitspieler haben die Koffer gepackt, alles ist bereit für die Heimreise. «Es war interessant hier, die Landschaft ist unglaublich», sagt der Mittelfeldspieler. «Hierhin wäre ich nie gekommen. Das ist schon ein Privileg in diesem Beruf.»

FCL-Mittelfeldspieler Marvin Schulz (links) ist Deni Pavlovic von Klaksvik einen Schritt voraus. Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Toftir, 1. August 2019)

FCL-Mittelfeldspieler Marvin Schulz (links) ist Deni Pavlovic von Klaksvik einen Schritt voraus. Bild: Martin Meienberger/Freshfocus (Toftir, 1. August 2019)

Den Job hat der FC Luzern mit einem 1:0-Auswärtssieg nach einem Tor von Idriz Voca souverän erledigt – ohne zu brillieren. Doch durch den 1:0-Sieg gegen Klaksvik haben die FCL-Spieler Geschichte geschrieben. Erstmals seit 1992 haben sich die Innerschweizer für eine nächste europäische Runde qualifiziert. Schulz sagt: «Nun träumen wir von mehr. Die Gruppenspiele wären sensationell.» Der Weg dahin ist aber lang. In der 3. Qualifikationsrunde trifft der FCL auf Espanyol Barcelona, bei einem Weiterkommen stünde eine Playoff-Runde an.

Wenige Stunden nach dem Gespräch landet der Charter­flieger des FC Luzern in der Schweiz, die Spieler können sich von den Reisestrapazen erholen. Aber nicht lange: Schon heute steht die nächste Reise an. Es geht nach Genf, wo der FC Luzern am Sonntag um 16 Uhr gegen den Aufsteiger antritt. «Sehr haben wir uns noch nicht mit Servette beschäftigt», sagt Schulz. Heute steht eine Videoanalyse an. «Wir haben gegen Servette in der letzten Saison im Cup gespielt. Sie haben viele spielstarke Spieler.»

Englische Wochen machen ihm nichts aus

Dass für den FCL derzeit nur «englische Wochen» auf dem Programm stehen, stört Schulz nicht. «Es gibt für einen Fussballer nichts Besseres, als zu spielen.» Marvin Schulz ist einer von vier FCL-Spielern, die in allen bisherigen Saisonpartien in der Startformation standen. Seine Rolle änderte sich aber immer wieder. In St.Gallen (2:0) spielte er ungewohnt auf der Aussenbahn, im Heimspiel gegen Klaksvik im defensiven Mittelfeld und zuletzt gegen Zürich (0:0) und auf den Färöer-Inseln im offensiven Mittelfeld. Dabei war der 24-jährige Deutsche vor zwei Jahren noch als Innenverteidiger verpflichtet worden. «Ich bin flexibel einsetzbar.» Im defensiven Mittelfeld spielen mit Idriz Voca und Tsiy Ndenge oft andere, Schulz spielt daher meist eine Reihe offensiver. Dass er kein klassischer Spielmacher sei, hat auch Vorteile: «Dadurch können Tsiy, Idriz und ich rotieren.»

Schulz kann überall spielen – sogar im Tor

Schulz ist so flexibel einsetzbar, dass er bei der U19 Borussia Gladbachs einst sogar ins Tor musste. «Beide Goalies haben die rote Karte gesehen, da musste ich noch für eine halbe Stunde rein», erinnert er sich. Das Experiment glückte, Schulz hielt gar einen Penalty und Gladbach siegte gegen die U19 Bochums mit 1:0. «Ich habe irgendwie alles gehalten.» Eine Karriere als Torhüter kam dann aber nicht in Frage: «Kicken kann ich schon noch ein bisschen besser.»

Beim FC Luzern hat sich der Deutsche in den letzten zwei Jahren gut eingelebt. Seine Freunde findet er in der Luzerner Rapszene, bei den Fans ist er beliebt. Seine Zukunft ist dennoch nicht restlos geklärt, Ende Saison läuft sein Kontrakt aus. Zwar deutet alles auf eine Vertragsverlängerung um mehrere Jahre hin, unterschrieben ist aber noch nichts. «Es fehlen noch letzte Details», sagt Schulz. «Verhandlungen zu führen, ist derzeit aber schwierig», meint Schulz. «Wir sind ja immer unterwegs.»

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