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Vom Unihockey zum Floorball

Möglicherweise würde die Schweiz ohne Rolf Hurti Wiedmer heute nicht zu den besten vier Unihockey-Nationen gehören. Möglicherweise schon. Sicher ist, dass die Sportart ohne ihn unter einem anderen Namen bekannt wäre.
Rolf Hurti Wiedmer in den 1970er-Jahren. (Bild: pd)

Rolf Hurti Wiedmer in den 1970er-Jahren. (Bild: pd)

Möglicherweise würde die Schweiz ohne Rolf Hurti Wiedmer heute nicht zu den besten vier Unihockey-Nationen gehören. Möglicherweise schon. Sicher ist, dass die Sportart ohne ihn unter einem anderen Namen bekannt wäre. Denn Wiedmer hat diesen in den 1970er-Jahren kreiert – abgeleitet von der Stockmarke Unihoc. Die Marke gibt es heute noch. Aber der Name der Sportart, sagt Wiedmer, «müsste eigentlich geändert werden». Denn das, was er damals getauft habe sei nicht mehr das, was heute gespielt werde.

Alternative zum Eishockey

Wiedmer durfte als Kind nicht Eishockey spielen. «Ich war ein Armer», sagt der 65jährige Zürcher. Als ihm ein Professor 1973 während der Turnlehrer-Ausbildung an der ETH ein paar Plastikstöcke aus Schweden in die Hand drückte, mit denen niemand etwas anzufangen wusste, sah er die Möglichkeit einer (billigeren) Alternativ-Sportart zum Eishockey. Er habe mit dem Hersteller in Göteborg telefoniert und nach Regeln gefragt. «Die haben mir gesagt: Es gibt keine. Deshalb habe ich selber welche entwickelt.»

Unihockey-Goalie mit Stock

Aber nach diesen wird heute nicht mehr gespielt. «Das schlimmste ist, dass der Goalie keinen Stock mehr hat», sagt Wiedmer. Auch, dass der Ball nicht mehr mit der Hand gefangen werden darf und dass dank der Biegung des Schlägerkopfes gedrippelt werden kann, widerspricht seiner Ur-Idee des Eishockey ähnlichen Hallensports. «Ich habe ein Kind verloren», sagt Wiedmer, anerkennt gleichzeitig aber auch die Attraktivität des heutigen Unihockeys – nur dass dieses eben nicht mehr Unihockey heissen sollte, «sondern Floorball, wie international gängig.» (per)

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