Vom Nationenpreis-Sieg spricht keiner

Die Schweiz hat den eigenen Nationenpreis zuletzt vor 15 Jahren für sich entschieden. Die einheimische Equipe hat morgen am CSIO in St. Gallen die Chance, diese Durststrecke zu beenden. Ziel von Equipenchef Andy Kistler ist aber vorerst das Podest.

Drucken
Teilen
Steve Guerdat setzt im Nationenpreis am CSIO in St. Gallen auf sein Spitzenpferd Nino de Buissonnets. (Bild: Urs Bucher)

Steve Guerdat setzt im Nationenpreis am CSIO in St. Gallen auf sein Spitzenpferd Nino de Buissonnets. (Bild: Urs Bucher)

REITEN. Die Wartezeit ist lange geworden. 15 Jahre lang hat die Schweiz den eigenen Nationenpreis nicht mehr gewonnen. Den letzten Sieg sicherten sich die Schweizer 2000 am CSIO in Luzern; in St. Gallen triumphierten sie zuletzt 1996. Zwischen 2011 und 2013 schafften es die Gastgeber im Gründenmoos immerhin dreimal auf Rang zwei.

Von einem Sieg im Nationenpreis von morgen spricht der Schweizer Equipenchef Andy Kistler nicht. Sein Ziel ist das Podest. In St. Gallen reitet die Schweiz erstmals in dieser Saison um Qualifikations-Punkte für den Nationenpreis-Final in Barcelona. Angeführt wird die Schweiz von Olympiasieger Steven Guerdat. Nebst ihm bestreiten Jane Richard-Philips, Martin Fuchs und Pius Schwizer die erste Hauptprüfung im Gründenmoos. Der erste Umgang findet morgen ab 15 Uhr statt, der Final um 17 Uhr.

«Wir brauchen zwei Nuller»

Auch wenn Kistler nicht vom ersten Sieg am eigenen Nationenpreis seit 15 Jahren spricht, sind seine Reiter unter Druck. Denn der Equipenchef sieht den CSIO in St. Gallen als ersten Test für die EM im August in Aachen. «Der Druck auf die Reiter ist gross. Als Team müssen wir pro Umgang zwei Nuller haben, um konkurrenzfähig zu sein», sagt Kistler. Nebst der Schweiz reiten in St. Gallen Belgien, Frankreich, Irland und Deutschland um Punkte.

Guerdat und Fuchs in Form

Im Nationenpreis müssen die Schweizer Reiter zeigen, dass sie ihre zuletzt starken Einzel-Leistungen auch in der Equipe abrufen können. So gewann Guerdat vor sechs Wochen in Las Vegas den Weltcup; Fuchs belegte in dieser Prüfung Rang elf.

Nach dem Nationenpreis als Auftakt finden am Samstag um 15 Uhr mit dem Jagdspringen sowie am Sonntag ab 12.15 Uhr mit dem Grossen Preis die weiteren Höhepunkte des wichtigsten Springturniers der Schweiz statt. (chk)

Aktuelle Nachrichten