Vom 2.-Liga-Trainer zum WM-Sieger

EISHOCKEY. Der frühere lettische Eishockey-Spitzenspieler Harijs Vitolins gab beim Panathlon-Club Thurgau, der Vereinigung der Sportförderer, einen interessanten Einblick in seine Tätigkeit als Eishockeytrainer. 2014 führte er das russische Nationalteam zum WM-Titel.

Drucken
Teilen

EISHOCKEY. Der frühere lettische Eishockey-Spitzenspieler Harijs Vitolins gab beim Panathlon-Club Thurgau, der Vereinigung der Sportförderer, einen interessanten Einblick in seine Tätigkeit als Eishockeytrainer. 2014 führte er das russische Nationalteam zum WM-Titel. Daneben beschlossen die Mitglieder des Panathlon-Clubs, die Thurgauer Sportlerwahl auch 2017, 2018 und 2019 zu organisieren.

Karriere begann bei den Pikes

Harijs Vitolins (47) hat in seiner noch jungen Trainerlaufbahn einen Blitzstart hingelegt. Der ehemalige Eishockeyspieler, der während seiner Laufbahn auch acht Spiele für die Winnipeg Jets in der National Hockey League absolviert hat, begann seine Trainerkarriere bei den Pikes Oberthurgau, die er in der Saison 2007/2008 in die 1. Liga führte. «Dank Richard Stäheli konnte ich bei den Pikes starten, wo ich dann drei schöne Jahre erlebte», blickte Harijs Vitolins zurück.

Beim WM-Sieg an der Bande

2008 wechselte Vitolins als vollamtlicher Assistenztrainer zum russischen KHL-Club HK MWD Moskowskaja Oblast, der 2012 in HK Dynamo Moskau umbenannt wurde. 2012 und 2013 gewann Vitolins mit dem Team den Gagarin-Pokal. Vor der Saison 2014/2015 wurde Vitolins zum Cheftrainer von Dynamo befördert, parallel arbeitet er seit März 2014 als Assistenztrainer beim russischen Nationalteam. In dieser Funktion feierte er im vergangenen Jahr auch den absoluten Höhepunkt seiner bisherigen Trainerlaufbahn. Denn er führte das Nationalteam an der Bande zum WM-Titel, weil der Headcoach das Spiel wegen einer Sperre nur von der Tribüne aus mitverfolgen konnte.

Wohnsitz ist Kreuzlingen

Trotz seiner beruflichen Tätigkeit in Osteuropa hat Harijs Vitolins eine enge Verbindung mit dem Thurgau. Denn er, der einst auch drei Saisons beim HC Thurgau spielte, lebt mit seiner Familie in Kreuzlingen. Während der Saison ist er allerdings nur zwei Tage pro Monat in der Schweiz, nach Saisonschluss Mitte Mai bis Mitte Juli sind es dann immerhin durchgehend zwei Monate. Bei der anschliessenden Fragerunde bezeichnete Vitolins den Eishockeysport als «dauernden Lernprozess».

Ja zur Sportlerwahl

Im weiteren sprachen sich die Thurgauer Panathletinnen und Panathleten bei der Zusammenkunft im Stelzenhof in Weinfelden dafür aus, die Organisation der Thurgauer Sportlerwahl ab 2016 für weitere drei Jahre zu übernehmen. Der Beschluss der Versammlung unter der Leitung von Präsident Hansjörg Stettler fiel einstimmig. (red.)

Aktuelle Nachrichten