VOLLEYBALL: Zu viel Pech

Die NLB-Frauen des VBC Aadorf müssen sich in einem ungewöhnlichen Spiel gegen Luzern knapp mit 2:3 geschlagen geben. Zudem scheidet Filiz Yürükalan verletzt aus.

Rodrigo Teixeira
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Am Aadorfer Block spielte sich in der Partie gegen Luzern Entscheidendes ab. (Bild: Mario Gaccioli)

Am Aadorfer Block spielte sich in der Partie gegen Luzern Entscheidendes ab. (Bild: Mario Gaccioli)

Rodrigo Teixeira

sport@thurgauerzeitung.ch

In den vergangenen sechs Spielen zwischen Aadorf und Luzern gewann immer das Auswärtsteam. Die Thurgauerinnen wollten diese Serie vor heimischem Publikum unbedingt beenden und nach dem erfolgreichen Saisonauftakt in Steinhausen den zweiten Saisonsieg einspielen. Vor 315 Zuschauern in der Löhr­ackerhalle schickte der neue Headcoach Cao Herrera seine Stammsechs in die Partie. Und im ersten Satz knüpfte Aadorf auch schnörkellos an seinen erfolgreichen Auftritt gegen Steinhausen an und gewann 25:19.

Im zweiten Satz verlor das Heimteam aber komplett den Faden. Coach Herrera nahm bereits beim Stand von 1:4 seine erste Auszeit. Eine taktische Umstellung der Luzernerinnen schien Aadorf aber weiter zu verunsichern. Auch die zweite Auszeit beim Stand von 1:8 hatte keine Wirkung. Die Thurgauerinnen verloren den Bezug zum Spiel. Die Zuschauer trauten ihren Augen nicht, als die Gäste den zweiten Satz mit 25:4 für sich entscheiden konnten.

Coach Herrera beweist ein gutes Händchen

Immerhin schien sich Aadorf im dritten Durchgang wieder zu fangen. Doch mit dem Ausfall von Diagonalspielerin Filiz Yürükalan folgte ein erneuter Einbruch. Die Angreiferin verletzte sich beim Blockversuch am Sprunggelenk und erlitt dabei einen Bänderteilabriss. Yürükalan wird mindestens sechs Wochen ausfallen.

Die Luzernerinnen verstanden es, das Momentum für sich zu nutzen, und holten sich den dritten Satz mit 25:15. Aadorfs Headcoach Herrera musste agieren und stellte sein Team um. Die ungewohnte Aufstellung machte die Thurgauerinnen unberechenbarer für den Gegner. Insbesondere Ramona Meili und Martina Koch trumpften in dieser Phase gross auf. Aadorf erzeugte plötzlich viel mehr Druck am Netz und glich mit einem 25:20 zum 2:2 nach Sätzen aus.

Im Entscheidungssatz hatte dieses ungewöhnliche Spiel seine letzte Wendung parat. Die Aadorferinnen blieben am Gegner dran, schafften es jedoch nicht, in Führung zu gehen. So blieb der Ausgang der Partie lange offen. Die Luzernerinnen hatten aber den längeren Atem und waren ab dem Spielstand von 12:9 nicht mehr von der Siegerstrasse abzubringen. Die Thurgauerinnen verloren am Schluss mit 11:15 den Satz und ein spezielles Spiel knapp mit 2:3.