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VOLLEYBALL: Vom Winde verweht

Korsika macht derzeit mit Stürmen in Rekordgeschwindigkeit von sich reden. Einen solchen bekam auch die NLA-Equipe von Volley Amriswil zu spüren. Gegen Ajaccio verloren sie im Europacup daheim 0:3.
Bernhard Windler
Amriswils Aleksandar Ljubicic versucht, die korsischen Gegenspieler zu düpieren. (Bild: Mario Gaccioli)

Amriswils Aleksandar Ljubicic versucht, die korsischen Gegenspieler zu düpieren. (Bild: Mario Gaccioli)

Bernhard Windler

sport

@thurgauerzeitung.ch

Ohne den verletzten Sébastien Steigmeier, den aktuell wohl besten Schweizer Volleyballer, war der Schweizer Meister im Achtelfinal-Hinspiel des CEV-Cups gegen den französischen Cupsieger Ajaccio ohne jede Chance. Amriswils Trainer Ratko Pavlicevic war nicht zu beneiden: Roman Brühwiler, der erste Ersatz für Diagonalangreifer Steigmeier hatte sich im Spiel gegen Schönenwerd an der Hand verletzt. Und der für diese Position als zweiter Ersatz vorgesehene Nehemiah Mote hatte sich ebenfalls verletzt. So sah sich der Coach gezwungen, seinen besten Aussenangreifer, Jovan Djokic, auf Diagonal zu bringen. Dieser avancierte auf der ungewohnten Position mit 14 Punkten zum ­besten Angreifer. Auf der Gegen­seite musste Ajaccio Trainer Frédéric Ferrandez auf den ehemaligen Amriswiler Brett Dailey ver­zichten.

Deutliche Verhältnisse von Anfang an

Im ersten Satz vermochten die Thurgauer gerade einmal bis zum 4:4 mitzuhalten, dann punkteten die Korsen gnadenlos und setzten sich vom 7:4 über 11:5 und 16:7 immer mehr ab. Am Satzende hiess es 25:14 für die Gäste von der Mittelmeerinsel. Amriswil hatte bei eigenem Aufschlag genau einen Punkt gebucht und sich mit fünf Aufschlagfehlern selber um die kleine Chance gebracht.

Im zweiten Satz lag Amriswil bei 5:4 erstmals in Führung, doch die im Angriff effizienten Franzosen antworteten mit Power. Vor allem ihr Diagonalangreifer, der 33-jährige Argentinier José-Luis Gonzalez, überforderte die Abwehr immer wieder. Der zweitbeste Angreifer der starken französischen Liga entpuppte sich als Weltklassespieler, der den Ostschweizern auch beim Aufschlag häufig keine Annahmechance liess. Mit 25:16 ging auch dieser Satz deutlich an die Korsen.

Der dritte Satz war weit ausgeglichener. In der Zwischenzeit war Nehemiah Mote anstelle von Marko Kesten ins Spiel gekommen und setzte gleich einige Tupfer im Angriff. Weil auch Hugo Hamacher besser ins Spiel fand, entstand ein Anflug von Spannung. Bis zum 16:16 konnten die 400 Zuschauer im Tellenfeld auf eine Überraschung hoffen. Doch Ajaccios Gonzalez zerstörte mit einer Aufschlagserie die letzten Hoffnungen der Thurgauer auf ein spannendes Rückspiel in zwei Wochen. Mit 49 Prozent erfolgreicher Annahmen verzeichneten sie zwar den besseren Wert als die Korsen. Punkto Angriff (10:2 Fehler) und Blocks (1:9) war Amriswil Ajaccio aber unterlegen.

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