Volleyball
Volley Amriswil überzeugt auch auf europäischer Ebene gegen den Meister

Die Thurgauer bezwingen Chênois erneut – dieses Mal im CEV-Cup-Hinspiel. Dank einer weiteren Leistungssteigerung.

Bernhard Windler
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Vier Tage nach dem Duell in der NLA gewinnt Amriswil auch im Europacup gegen Chênois.

Vier Tage nach dem Duell in der NLA gewinnt Amriswil auch im Europacup gegen Chênois.

Bild: Mario Gaccioli

Mit einer ausgezeichneten Leistung erkämpften sich die Amriswiler eine hervorragende Ausgangslage für die Qualifikation zur nächsten CEV-Cup-Runde. Im Rückspiel in Genf reicht am kommenden Mittwoch auch eine knappe Niederlage fürs Weiterkommen.

Ausländerregel im Europacup nicht angewendet

Coach Juan Manuel Serramalera schickte die gleiche Startformation aufs Feld wie in der Partie gegen den gleichen Gegner am vergangenen Samstag. Derweil mühte sich Chênois am letzten Samstag noch mit der Zwei-Schweizer-Regel ab. So war es den Genfern natürlich recht, dass im europäischen CEV-Cup keine Ausländerregel Anwendung findet. Mit sechs Ausländern und dem Schweizer Libero Etienne Hagenbuch in der Grundaufstellung bildete Chênois denn auch ein weitaus schlagkräftigeres Ensemble als in der Samstagbegegnung. Bei Chênois musste ausserdem der Schweizer Kilian Eaton dem Bulgaren Dimitar Marinkov Platz machen. Dieser war für die Amriswiler Verteidigung eine grössere Gefahr und gab dem französischen Passeur Tom Liot mehr Angriffsvarianten. Davon profitierte in erster Linie der serbische Diagonalangreifer Strahinja Brzakovic, der sich am Samstag mit einer sehr bescheidenen Angriffsquote von 22 Prozent hatte auswechseln lassen müssen. Diesmal konnte er sich 47 Prozent anrechnen lassen. Mitteangreifer Dejan Radic steigerte sich von 44 auf 60 Prozent.

Die Genfer ziehen im Startsatz davon

Und doch reichte die verbesserte Leistung nicht, denn auch die Amriswiler vermochten sich gegenüber der letzten Partie noch einmal klar zu steigern.

Im ersten Satz lagen die Platzherren bis zur Satzmitte beständig in Front. Nach der 13:12-Führung notierten aber die Genfer ein 10:2-Punkteverhältnis, und somit war der Satz eine sichere Beute der Gäste.

Der zweite Satz war vorerst sehr ausgeglichen. Bis zum 13:12 lag kein Team mit mehr als zwei Punkten in Front. In der Folge stellten Björn Höhne und Mischa von Burg mit zwei mächtigen Blocks auf 16:12, doch Brzakovic und Marinkov brachten die Romands auf 19:19 heran. In der hektischen Schlussphase dieses Satzes behielt vor allem Björn Höhne die Nerven und buchte mehrere schöne Punkte zum Satzgewinn. Im dritten Satz legten die Amriswiler los wie die Feuerwehr. Als es 4:0 stand, zwang dies den gegnerischen Coach Pavlicevic zum ersten Timeout, und bei 10:5 verbrauchte er schon das zweite. Alle diese Massnahmen nützten nichts, denn via 13:6 und 18:10 kamen die Thurgauer zum ungefährdeten 25:17.

Im vierten Satz wogte der Kampf hin und her. Mit dem Mute der Verzweiflung kämpften sich die Genfer zur 6:3-Führung, und nach dem zwischenzeitlichen 11:8 für Amriswil stellte Mitteangreifer Dejan Radic auf 14:12 für Chênois. In der Money Time war es Mischa von Burg, der mit zwei Gewaltblocks die klare Führung holte, und zum guten Schluss waren drei Punkte von Mrdak und der krönende Abschluss durch Facundo Imhoff entscheidend.

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