VOLLEYBALL: Volley Amriswil rüstet auf

Der 25jährige Russe Bogdan Olefir steht ab sofort für die erste Mannschaft von Volley Amriswil im Einsatz. In dieser Saison hat der Aussenangreifer bis anhin für Budva in Montenegro gespielt. Er ist sozusagen ein zweiter Steigmeier.

Ralf Rüthemann
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Amriswils neuer Aussenangreifer Bogdan Olefir mit Präsident Peter Kummer. (Bild: Mario Gaccioli)

Amriswils neuer Aussenangreifer Bogdan Olefir mit Präsident Peter Kummer. (Bild: Mario Gaccioli)

VOLLEYBALL. Jetzt ist das Team komplett. Die NLA-Mannschaft von Volley Amriswil erhält im Hinblick auf die Pre-Playoffs einen weiteren Top-Spieler. Der Russe Bogdan Olefir wird Amriswil auf der Position Aussen/Annahme verstärken. Seine Angriffskraft ist mit derjenigen von Amriswils Sébastien Steigmeier, dem wohl besten Angreifer der Schweiz, zu vergleichen.

Teammanager René Zweifel und der Sportliche Leiter Marco Bär von Volley Amriswil machten sich vor ein paar Wochen auf die Suche und nahmen dabei zehn Spieler genauer unter die Lupe. «Wir haben Videos und vor allem die Spielstatistiken dieser Spieler angeschaut», sagt Marco Bär. «Es war klar, dass wir nicht einfach irgendeinen Spieler, sondern einen richtig guten Spieler wollen.» Bogdan Olefir, der bis anhin für Budva in Montenegro gespielt hat, schnitt dabei am besten ab. Amriswils Coach Ratko Pavlicevic kennt den Trainer von Budva und konnte so auch noch wertvolle Informationen über Olefir einholen. «Auch die Persönlichkeit eines Spielers ist natürlich sehr wichtig», sagt Bär, «wir wollen keine Spieler, die dem Teamgeist schaden.»

Champions-League-Erfahrung

Bei Budva hatte Olefir in dieser Saison die Möglichkeit, Erfahrung in der Champions-League zu sammeln. Er spielte gegen Innsbruck, Zenit Kazan (Russland) und Halkbank Ankara. Sein Vertrag lief bis Ende der Champions League.

Am vergangenen Mittwoch kam Bogdan Olefir in Amriswil an, absolvierte zwei Trainings mit der Mannschaft und stand am Sonntag beim 3:0-Sieg auswärts in Jona bereits in der Startformation. Dass es Volley Amriswil überhaupt möglich war, nochmals einen Spieler verpflichten zu können, ist privaten Gönnern zu verdanken. «Unser Budget war bereits ausgeschöpft, wir hätten keinen Spieler mehr nach Amriswil holen können», sagt Peter Kummer, Präsident von Volley Amriswil. «Sportlich lief es zwar insgesamt gut, doch wir brauchten einen weiteren Spieler, um auch die wirklich guten Teams in der Liga schlagen zu können.»

Chance für die Zukunft

Bogdan Olefir ist motiviert: «Ich will in dieser wichtigen Phase der Saison der Mannschaft zum Erfolg verhelfen», sagt der Zweimetermann. Er sieht es auch als Chance für die Zukunft, für Volley Amriswil spielen zu dürfen, wie er sagt. Olefir hat bis anhin für die russischen Teams Belgorie, St. Petersburg, Krasnodar und Voronesh gespielt. In Finnland war er bei Saimaa Volley unter Vertrag, bevor er eine Saison in Kasachstan und danach in Montenegro spielte. Volley Amriswil war ihm durch die Europacup-Spiele bereits bekannt.

Die Oberthurgauer haben nun eine sehr schlagkräftige Truppe beisammen, von der man einiges erwarten darf. Auch Libero Marko Samardzic, der eine längere Zeit verletzt war, ist wieder auf dem Feld. Am kommenden Wochenende gilt es gleich doppelt ernst, wenn Amriswil am Samstag in der Meisterschaft und am Sonntag im Cuphalbfinal Volley Näfels empfängt (siehe Zweittext).

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