VOLLEYBALL: Nicht mehr unter Strohm

Vor der Saison 2017/18 wechselte der VBC Aadorf sein halbes NLB-Kader aus. Und auch der langjährige Trainer Frieder Strohm musste ersetzt werden.

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Trotz Umbau bleibt die Playoff-Teilnahme das Saisonziel des VBC Aadorf. (Bild: Mario Gaccioli)

Trotz Umbau bleibt die Playoff-Teilnahme das Saisonziel des VBC Aadorf. (Bild: Mario Gaccioli)

Der VBC Aadorf steht vor einer neuen Zeitrechnung. Wenn die NLB-Frauen heute um 14.30 Uhr in Steinhausen zum ersten Spiel der neuen Meisterschaft antreten, wird die Equipe kaum mehr zu erkennen sein. Denn der Verein war gezwungen, die Hälfte seines Fanionteams zu ersetzen. Mit den Abgängen von Anja und Nina Lutz (beide zu Kanti Schaffhausen in die NLA), Mascha Widmer (Studium), Anja Licka und Michelle Egger (beide Auslandaufenthalt), Martina Hunziker (ins 1.-Liga-Team) sowie Nadja Pantaleoni (Rücktritt) ging Substanz verloren.

Und weil auch die NLA-Clubs um die besten Schweizer Spielerinnen auf dem Markt buhlten, blieb Aadorf am Ende nur eine Erkenntnis: Der Fokus muss noch mehr auf Talente gerichtet werden. Das Gros der Spielerinnen ist noch nicht 20-jährig. Trotz der aufgezwungenen Verjüngungskur ist es den Verantwortlichen um Präsidentin Sonja Mathis gelungen, ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen.

Neuer Trainer kommt vom Ligakonkurrenten

Doch nicht nur das: Anfang des Jahres gab Headcoach Frieder Strohm seinen Rücktritt per Ende 2016/17 bekannt. Nach einer Ära, in der zuletzt drei Qualifikationssiege in vier Jahren gefeiert werden konnten, musste ein Nachfolger an der Seitenlinie gefunden werden. Schliesslich warb Aadorf dem Ligakonkurrenten Züri Unterland Gilman Cao Herrera ab. Der 45-jährige, kubanisch-argentinische Doppelbürger war einst Profi bei Volley Amriswil. Herrera wird von den bisherigen Coaches Rodrigo Teixeira und Andreas Maurer assistiert.

Eine Estin und eine NLA-Erfahrene

Die neuen Spielerinnen wurden mit Bedacht ausgewählt. Alexandra Schaber spielte für Kanti Schaffhausen in der NLA. Elena Hake, Janick Schaltegger und Eva Krieger brachte der Trainer von Züri Unterland mit. Vom eigenen Nachwuchs wurde Katarina Josipovic nachgezogen. Zudem stiess die Estin Merlin Hurt zum Team.

Matthias Hafen