VOLLEYBALL: Näfels gelingt die Revanche

Ein aufopfernd kämpfendes Näfels revanchierte sich mit einem knappen 3:2-Sieg für die klare Nieder­lage im Cupfinal. Die Amriswiler erlitten damit schon die sechste Heimniederlage in dieser Saison.

Drucken
Teilen
Nicht die Abschlüsse, die Services waren schlecht. (Bild: Mario Gaccioli)

Nicht die Abschlüsse, die Services waren schlecht. (Bild: Mario Gaccioli)

Das Spiel begann für die Einheimischen nicht schlecht. Schon bald führte das Pavlicevic-Team mit zwei Punkten, bei 13:9 waren es sogar vier Punkte. Näfels blieb hartnäckig und kam bis auf 20:19 heran, aber drei gelungene Blöcke in der Schlussphase brachten den 25:21-Satzgewinn.

Schon früh konnten sich die Glarner im zweiten Satz eine knappe Führung erarbeiten, die beim 9:5 schon recht stattlich war. Die Thurgauer kämpften sich wieder heran, aber näher als auf zwei Punkte kam man nicht heran. Bis zuletzt legten die Glarner sieben Punkte vor zum 25:18.

Der dritte Satz war nur bis zum 4:4 ausgeglichen, dann setzten sich die Amriswiler auf 11:7 ab. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Der tschechische Pas­seurriese Matyas Demar hämmerte drei Superaufschläge zum Gegner und brachte damit sein Team auf 11:11 heran. Die Antwort der Amriswiler liess nicht lange auf sich warten. Nach dem 13:13 stieg das Skore auf 16:13 und 19:14, und mit 25:19 ging dieser Satz klar an Amriswil.

Als Näfels im vierten Satz schnell einmal mit 6:3 und 9:4 in Führung gehen konnte, ahnte man wenig Gutes, doch beim 11:9 war man wieder einigermassen dran. Bis zum 17:15 entwickelte sich ein reines Side-out-Spiel, ehe die Glarner ein wenig aufs Gas drückten und sofort mehr Abstand schufen. Der 25:21-Satzgewinn war die Folge.

3:1 lag der Titelverteidiger noch in Front, aber ein Float­service von Ehrat auf Daniel, der an die Decke spickte, läutete die Wende ein. Bis zum 6:6 waren die Amriswiler noch dran, aber dann setzten sich die Glarner ab und gewannen schliesslich verdient mit 15:11.

Nicht zum ersten Mal zwischen diesen beiden Teams war die Annahmeleistung der Glarner klar besser als diejenige von Amriswil. Erstaunlich aber die schlechte Aufschlagsleistung: Mit 20 (zu 16) sündigten sie nicht nur bei den Servicefehlern, mit 0:10 gelang ihnen nicht ein einziger Servicewinner.

Das zweite Playoff-Halbfinalspiel findet am kommenden Samstag um Uhr in Näfels statt. Zu einem allfälligen dritten Spiel müsste Amriswil am Sonntag um 18 Uhr nochmals in der Linth­halle antreten. (bw.)