VOLLEYBALL: Amriswil steht im Final

In einem dramatischen Spiel qualifiziert sich Volley Amriswil mit einem 3:1-Sieg gegen Näfels für die Best-of-5-Serie um den Schweizer-Meister-Titel. 1229 Zuschauer kamen ins Tellenfeld.

Bernhard Windler
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Die Amriswiler NLA-Volleyballer (dunkelblau) schafften im vierten Satz spektakulär die Wende und gewannen das Heimspiel gegen Näfels. (Bild: Mario Gaccioli)

Die Amriswiler NLA-Volleyballer (dunkelblau) schafften im vierten Satz spektakulär die Wende und gewannen das Heimspiel gegen Näfels. (Bild: Mario Gaccioli)

VOLLEYBALL. Der erste Satz im Heimspiel gestern abend gegen Näfels verlief für Volley Amriswil so, wie man es sich schon gewohnt ist: ausgeglichenes Spiel bis zum 16:16, und dann ein Effort der Oberthurgauer. Kurz vor Satzende der Schreck: Brändli verletzte sich und musste vom Platz geführt werden. Wegen der Zwei-Schweizer-Regel musste nicht nur Wolff eingewechselt werden. Tomasik musste zusätzlich Fellay Platz machen. Doch dank Punkten von Steigmeier und Olefir ging der Satz doch noch an Amriswil.

Die Folgen der personellen Umstellungen bekam das Pavlicevic-Team im zweiten Satz zu spüren. Obwohl die Ersatzleute nicht abfielen, klappten die Automatismen nicht mehr wie im ersten Satz. Bald einmal lag Näfels mit fünf Punkten in Front, und diese Führung liessen sich die Glarner nicht mehr nehmen.

Samardzic muss ins Spital

Glücklicherweise konnte Brändli im dritten Satz wieder mittun, doch Samardzic hatte in der Kabine einen Schwächeanfall erlitten und musste ins Spital gebracht werden. Umso mehr erstaunte, dass sich das Heimteam trotzdem voll konzentrieren konnte. Nach einem 4:6-Rückstand lag es plötzlich mit 14:10 und 19:11 in Front. Die Näfelser haderten mit den nicht überzeugenden Schiedsrichtern und Trainer Polak kassierte gar eine rote Karte mit einem Strafpunkt. So war es für Amriswil nicht allzu schwierig, den Satz mit 25:20 an sich zu reissen.

Der vierte Satz brachte die Halle zum Sieden. Von Beginn an lagen die Glarner in Führung. Bei 6:11, dann bei 14:18 und bei 18:22 glaubte niemand an einen Amriswiler Satzgewinn. Aber fünf Punkte auf Float-Service von Tomasik brachten die Wende, und mit einer Finte verwertete Steigmeier den Matchball.

Wohl gegen Lugano

Im Playoff-Final dürfte Amriswil auf Lugano treffen, dem ein Punkt im letzten Spiel in Schönenwerd zur Qualifikation reicht. Amriswil kann sich mit einem Sieg in Lausanne das Heimrecht sichern.