Volley Amriswil holt erneut den Cupsieg

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Volleyball Mit einer ausgezeichneten Mannschaftsleistung holte sich der Schweizer Meister der letzten beiden Jahre zum zweiten Mal in Folge auch den Cupsieg. In einer Begegnung, die in allen Vorschauen als völlig offen einge-schätzt worden war, zerzausten die Thurgauer die Erzrivalen von Volley Näfels, bei denen am Ostersamstag nicht allzu viel zusammenpasste.

Die letzten fünf nationalen Titel hatte sich Amriswil allesamt gesichert (2 Meisterschaften, 1 Cup, 2 Supercup), doch aufgrund der Resultate der letzten Wochen startete das Pavlicevic-Team nicht unbedingt als Favorit. Die letzte Begegnung der beiden Teams hatten nämlich die Glarner in Amriswil klar gewonnen und dabei eine 13 Partien dauernde Siegesserie von Amriswil gegen Näfels beendet.

Der erste Satz begann ausgeglichen. Bis zum Stande von 5:4 holte jedes Team bei gegnerischem Aufschlag den Punkt, ehe den Thurgauern ein erstes Break gelang, das bei 8:7 und 10:8 seine Fortsetzung fand. Mit diesem Dreipunktevorsprung konnten die Amriswiler mehr Risiko eingehen, was sich postwendend auszahlte. Mit einem Howatson-Servicewinner und einer Djokic-Finte lagen sie bei 16:11 mit fünf Punkten in Front. Dieser Vorsprung hatte bis zum 25:20 Bestand.

Djokic entscheidet das Spiel früh

Als Näfels im zweiten Satz mit 7:5 in Führung ging, hoffte der Anhang der Glarner auf eine Wende im Spiel, doch nach dem 8:8 ereigneten sich die spielentscheidenden Szenen: Mit intelligenten Float-Aufschlägen anstelle der risikoreichen Sprungaufschläge brachte Jovan Djokic die gegnerische Annahme in Verlegenheit. Dazu kam, dass genau zu diesem Zeitpunkt die Zuspiele des Näfelser Passeurs Demar sehr ungenau waren. So brachten die Glarner Angriffspieler sieben aufeinanderfolgende Angriffe nicht ins gegnerische Feld und liessen das Skore auf 16:8 ansteigen. Als die Glarner nach dem 20:12 auf 20:16 aufholten, war es ein Timeout und eine kluge Einwechslung von Baghdady, welche die Amriswiler wieder auf den Weg zurückbrachten. Vier Aufschläge von «Nemo» Mote führten zum Satzgewinn mit 25:16.

Der engste Satz zum Schluss

Eine Analogie zur Djokic-Serie gab es auch im dritten Satz. Nach der 4:2-Führung von Näfels konnte Steigmeier achtmal zum Service schreiten, wobei viermal Jakovljevic den Abschluss besorgte. Die 10:4-Führung liess die Amriswiler etwas unkonzentriert werden, was sich in fünf Aufschlagfehlern bis zum 17:16 auswirkte. Darauf fokussierten sich die Leute um Passeur Howatson wieder, und Sébastien Steigmeier sollte es vorbehalten sein, den Matchball zum 25:22 im Feld der Glarner zu versenken.

Jetzt die Konzentration auf die Meisterschaft

Die zweite Näfels-Partie in Folge ist das erste Playoff-HalbfinalHeimspiel, das bereits morgen Mittwoch um 19 Uhr in der Sporthalle Tellenfeld in Amriswil stattfindet. (bw)