Fussball
Der Ball rollt wieder in der Promotion League: Vier Endspiele für den SC Brühl

Der St.Galler Fussballklub spielt ab Donnerstag in der Promotion League wieder um Punkte – in einem neuen Modus.

Ives Bruggmann
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Der SC Brühl bestreitet am Donnerstag ein Heimspiel gegen Köniz.

Der SC Brühl bestreitet am Donnerstag ein Heimspiel gegen Köniz.

Michel Canonica

Am Donnerstagabend tritt der SC Brühl zum ersten Mal seit dem 17. Oktober 2020 zu einem Meisterschaftsspiel in der Promotion League an. Zu verdanken haben die Fussballer der dritthöchsten Spielklasse dies der neuen Einstufung von Swiss Olympic als semiprofessionelle Liga. Seit dem 1. März sind in der Promotion League sowohl Trainings als auch Ernstkämpfe wieder erlaubt. Nach der nur vierwöchigen Vorbereitung geht es für Brühl bereits morgen mit dem Nachholspiel gegen Köniz los.

Promotion League

Wiederaufnahme Spielbetrieb. Mittwoch, 19.30 Uhr: Yverdon – Breitenrain. – Donnerstag, 20 Uhr: Brühl – Köniz. Tabelle (Stand 24.Oktober): 1. Yverdon 10/26. 2. Cham 11/21. 3. Bavois 11/21. 4. YF Juventus 12/21. 5. Rapperswil 12/20. 6. Brühl 11/19.
7. Etoile Carouge 11/19. 8. Nyon 12/18. 9. Breitenrain 10/15.
10. Zürich II 12/15. 11. Basel II 10/12. 12. Black Stars 12/10.
13. Bellinzona 9/8. 14. Sion II 10/8. 15. Köniz 10/6.
16. Münsingen 11/3.

Für die St.Galler geht es bei der Wiederaufnahme des Spielbetriebs um viel, denn der Modus wurde angepasst. Neu wird die Liga nach 15 Spieltagen in zwei Hälften aufgeteilt. Die ersten acht Teams spielen fortan in der sieben Spieltage umfassenden Aufstiegsrunde, die Ränge neun bis 16 treten in der Abstiegsrunde an. «Wir werden alles daransetzen, um die Aufstiegsrunde zu erreichen», sagt Brühls Sportchef Roger Jäger.

Ohne Niederlage in den Testspielen

Der St.Galler Traditionsverein hat im Vorfeld keine Mühen gescheut. Fünf Testspiele – gegen die U20 des FC Wil (3:0), YF Juventus (1:0), Rapperswil-Jona (2:1), Cham (1:1) und Lustenau (1:1) – hat das Team von Trainer Heris Stefanachi absolviert und über weite Strecken ausgezeichnete Auftritte hingelegt. Ähnlich wie in den ersten elf Partien der Promotion League, als Brühl mit erfrischendem Offensivfussball im vorderen Tabellenmittelfeld mitmischte. «Ich war überrascht, wie gut es bereits wieder gelaufen ist», sagt Jäger über die Testspiele. Man habe gemerkt, dass die Spieler auch während der Zwangspause an sich gearbeitet hätten.

Kurztrainingslager im Tessin

Um sich den letzten Schliff für die Fortsetzung der Meisterschaft zu holen, hielten die St.Galler Fussballer von Samstag bis Dienstag ein Kurztrainingslager in Losone ab. Trainer Stefanachi konnte auf diese Weise noch einmal ausgiebig im taktischen Bereich arbeiten. «Die Trainings, der Platz und das Hotel: Alles war top», sagt Jäger. Doch eine gewisse Unsicherheit bleibt vor dem Neustart. «Nach so langer Zeit wissen wir nicht, wo wir stehen», sagt Jäger. Die Vorfreude sei aber riesig.

Im Kader des SC Brühl gab es wenige Veränderungen. Dennis Vanin verliess den Klub in Richtung Amerika, wo er an einem College studiert und Fussball spielt. Zudem kehrte Ajet Sejdija zum FC Wil zurück. Neu zu Brühl gestossen ist Jeton Dauti von der U21 des FC St.Gallen. Auch Gegner Köniz hat sich verstärkt: Die ehemaligen Super-League-Spieler Stefan Glarner und Stephan Andrist sollen den Abstieg verhindern.