Viele offene Fragen bei Sauber

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Der Hinwiler Rennstall Sauber-Ferrari beendet die Saison erwartungsgemäss auf dem letzten Platz. Der Exploit blieb auch im letzten Rennen der Saison aus. Pascal Wehrlein gelang am Sonntag auf dem 5,554 Kilometer ­langen Yas Marian Circuit einmal mehr ein stärkeres Rennen als Marcus Ericsson. Der 23-jährige Deutsche, der 2017 die einzigen fünf WM-Punkte für Sauber beim GP von Spanien gewinnen konnte, klassierte sich auf dem 14. Platz und war knapp sieben Sekunden schneller als der 27-jährige Schwede, der in Abu Dhabi am Ende den 17. Platz belegte.

Vieles ist offen bei Sauber, für beide Fahrer ist die Zukunft alles ­andere als geklärt. Für Wehrlein dürfte der Abschied von der Formel 1 nach 38 Rennen für Sauber besiegelt sein, da seine Chancen auf ein Cockpit auch bei Williams sehr gering sind. Dort ist der seit einem Rallye-Unfall 2011 an der rechten Hand stark handicapierte Pole Robert Kubica Favorit auf den zweiten Sitz vor den Russen Sergej Sirotkin und Daniil Kwjat. Ericssons Zukunft hängt stark von Ferrari ab. Trotz der Unterstützung der schwedischen Sauber-Besitzer Longbow könnte auch für ihn nach vier Jahren und 75 Rennen die Karriere zu Ende sein. Ferrari will durchsetzen, dass neben dem wohl gesetzten Monegassen Charles Leclerc auch der Italiener Antonio Giovinazzi ein Sauber-Cockpit für die Saison 2018 erhält. Der Franzose Frédéric Vasseur, nach der Entlassung von Monisha Kaltenborn im Juni 2017 neuer Sauber-Teamchef, hat angekündigt, die neue Fahrer-Paarung für die am 25. März mit dem GP von Australien in Melbourne beginnende neue Saison 2018 in den nächsten Tagen bekannt geben zu können. (sda)