VERTRAGSVERLÄNGERUNG: Noch ein Jahr für Seger

Mathias Seger bleibt eine weitere Saison bei den ZSC Lions. Im Frühling 2018 wird der 39-jährige Uzwiler in der höchsten Spielklasse endgültig abtreten.

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Mathias Seger bleibt bei den ZSC Lions. (Bild: Ennio Leanza/KEY)

Mathias Seger bleibt bei den ZSC Lions. (Bild: Ennio Leanza/KEY)

Nicht wenige Experten haben Mathias Seger, die Kultfigur der ZSC Lions, zu früh abgeschrieben und das Ende der Karriere für beschlossene Sache gehalten. Doch der Verteidiger widerlegte die Prognosen und einigte sich mit den Verantwortlichen vor dem Start zur Playoffserie gegen Lugano auf einen neuen Vertrag. Sein spielerischer Einfluss ist unter dem schwedischen Coach Hans Wallson zwar gesunken, aber im Garderobentrakt punktet der Teamplayer nach wie vor oft. Segers hohe Sozialkompetenz in der Kabine hält das ZSC-Management mit Blick auf das grosse Bild für wichtiger als die heute eher tiefe Produktivität auf dem Eis.

Anders als der Titelhalter Bern im Fall von Martin Plüss offerierte die Chefetage des Qualifikationszweiten ihrem Teamsenior ein Angebot, das Seger als «fair und sehr gut» einstufte. Allzu viele Verhandlungsrunden seien nicht nötig gewesen, um zu einem Konsens zu gelangen, betont der 39-Jährige, auch wenn sich der 16-fache WM-Teilnehmer Zeit liess. «Ich wollte herausfinden, welche Rolle für mich in Frage kommt und ob ich meinem Leistungsanspruch weiter gerecht werden kann.» Im internen Ranking der Defensiv-Spezialisten ist Seger auf Position sechs abgerutscht. «Damit kann ich leben, ich bin lange genug vorneweg geschwommen.»

Keine Klauseln im Vertrag

Auflagen sind in der einjährigen Vereinbarung laut Seger keine enthalten: «Es geht normal weiter. Das ist cool, weil ich enorm gern ein Teil dieses Teams bin.» Der Equipe bleibt so eine Persönlichkeit erhalten, die als profilierter Sportbotschafter überall hoch geschätzt wird. Überdies spricht Segers Erfahrung Bände: 1118 NLA-Partien und 305 Länderspiele. Seger sagt, ihn ärgere die kursierende Meinung, alle Alten müssten ihren Platz kampflos räumen. Die Leistungskultur sei immer ins Zentrum zu rücken – notfalls auch zu Ungunsten der eigenen Vorstellungen. (sda)