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Verloren im Nebel: Der FC St.Gallen unterliegt im Testspiel Wacker Innsbruck mit 3:4

Fallen an einem Fussballspiel sieben Tore, so darf man durchaus von einer attraktiven Partie sprechen – sofern man die Tore im Kybunpark denn auch gesehen hat.

Manuel Nagel Jetzt kommentieren
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Der Innsbrucker Merchas Doski, Torschütze zum 1:0, im Duell mit Kwadwo Duah (am Ball), dem ebenfalls zwei Tore gelingen.

Der Innsbrucker Merchas Doski, Torschütze zum 1:0, im Duell mit Kwadwo Duah (am Ball), dem ebenfalls zwei Tore gelingen.

Bild: Manuel Nagel

Und genau das war an diesem Freitagabend im Kybunpark gar nicht so einfach. Kwadwo Duah behielt jedoch im dichten Nebel zweimal den Durchblick und erzielte die Anschlusstreffer zum 1:2 und zum 2:3, aber am Ende siegten die Gäste aus Innsbruck mit 4:3. Salifou Diarrassoubas sehenswerter Schlenzer, der letzte Treffer des Abends, fiel erst in der 89. Minute.

«Wir haben uns das anders vorgestellt», sagte Peter Zeidler nach dem Spiel, auch wenn der Gegner gut gespielt habe. Doch der Trainer des FC St.Gallen sagte auch unverblümt, dass sie in der ersten Halbzeit hinterhergelaufen seien und dabei «richtig schlecht ausgesehen» hätten.

Zu hart trainiert?

Ob er diese Woche zu viel und zu intensiv trainieren liess, diese Frage müsse er, Zeidler, sich stellen. Trotzdem sei die Leistung gegen Wacker Innsbruck nicht befriedigend. Aber manchmal helfe es auch, dass man wisse, wie es eben nicht gehe.

Armin Abaz stand in der zweiten Halbzeit im Tor.

Armin Abaz stand in der zweiten Halbzeit im Tor.

Bild: Manuel Nagel

Stürmer Besio muss in der Innenverteidigung ran

Das lag sicher auch daran, dass einige Spieler auf ungewohnten Positionen spielen mussten. Mit Betim Fazliji, Musah Nuhu und Leonidas Stergiou standen den St.Gallern gleich drei Innenverteidiger nicht zur Verfügung. So musste in der ersten Halbzeit das Duo Jacovic/Stillhart ran, und nach dem Seitenwechsel spielten Leonhard Münst, Patrick Sutter und sogar Stürmer Alessio Besio als Innenverteidiger.

«Es haben hinten schon viele gefehlt», konstatierte Zeidler. Dennoch hält er den defensiven Einsatz seiner Offensivkräfte nicht für wertlos: «Wenn Besio und Schmidt mal in der Verteidigung spielen, dann lernen sie ebenfalls.»

Zum Schluss fand Peter Zeidler doch noch ein Lächeln und sagte:

«Wir haben ja heute trotzdem gewonnen – halt nur an Erfahrung.»
St.Gallens David Jacovic bedrängt Innsbrucks Japanaer Atsushi Zaizen.

St.Gallens David Jacovic bedrängt Innsbrucks Japanaer Atsushi Zaizen.

Bild: Manuel Nagel

St.Gallen – Wacker Innsbruck 3:4 (0:1)

Tore: 26. Doski 0:1. 48. Jamnig 0:2. 64. Duah 1:2. 72. Bertaccini 1:3. 78. Duah 2:3. 86. Tekir 2:4. 89. Diarrassouba 3:4.

St.Gallen: Watkowiak (46. Abaz); Cabral (56. Sutter), Jaćović (75. Clément), Stillhart (46. Stöber), Traorè (46. Schmidt); Staubli (56. Witzig), Münst (75. Cavegn), Ruiz (56. Youan); Guillemenot (46. Diarrassouba); Schubert (56. Besio), Babić (56. Duah).

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