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VERLETZUNG: Viel Besuch für Neff

Kurz vor der Radquer-WM stürzte Jolanda Neff schwer. Dabei brach sich die Rheintalerin das Schlüsselbein und den Ellbogen. Statt zu trainieren, trifft sie sich nun mit Freunden.
Raya Badraun
Jolanda Neff fuhr diesen Winter als Saisonvorbereitung zahlreiche Radquer-Rennen. (Bild: Tomasz Swierczynski/Kross Racing Team)

Jolanda Neff fuhr diesen Winter als Saisonvorbereitung zahlreiche Radquer-Rennen. (Bild: Tomasz Swierczynski/Kross Racing Team)

Raya Badraun

Pünktlich zur Radquer-WM in Valkenburg war Jolanda Neff in Form. «In den ersten Weltcup-Rennen fuhr ich fast immer im roten Bereich», sagt die 25-jährige Rheintalerin. Im niederländischen Hoogerheide, eine Woche vor dem Grossanlass, spürte sie schliesslich eine Veränderung. Plötzlich hatte sie mehr Spielraum und Kontrolle. So musste sie nicht immer am Limit kämpfen. «Das machte Freude und gab mir Auftrieb», sagt Neff. Am Ende blieb es jedoch bei diesem guten Gefühl. Kurz nach Rennhälfte stiess sie in einer Abfahrt mit der Französin Pauline Ferrand-Prévot zusammen und stürzte schwer. Dabei brach sich Neff das Schlüsselbein, das mit einer Platte und sechs Schrauben fixiert wurde. Der gebrochene Ellbogen hingegen wird konservativ behandelt.

Die ersten Tage nach der Operation waren schwierig. Rechts trug Neff eine Schiene, links eine Armbinde. «Bei fast allem brauchte ich Hilfe», sagt sie. Doch weit mehr als der Körper schmerzte sie der Gedanke, bei der Radquer-WM nicht dabei zu sein. Immerhin wäre die Mountainbike-Weltmeisterin auch dort eine Medaillenkandidatin gewesen. Den Tag des Rennens verbrachte sie schliesslich bei strahlend blauem Himmel draussen in der Natur bei einem Spaziergang. «Ich konnte nicht zuschauen», sagt Neff. «Deshalb wollte ich möglichst weit weg sein vom Rennen und dem Computer.»

«Ich will nichts überstürzen»

Mittlerweile fühlt sie sich «recht gut», wie Neff am Telefon erzählt. Vor einer Woche konnte sie das Spital verlassen. Seither hat sie keine Schmerzen mehr, und von Tag zu Tag geht es ihr besser. Etwas Schweres heben kann sie allerdings noch nicht. Und auch das Training ist momentan kein Thema. Wann sie wieder auf ihr Mountainbike steigen wird, kann sie noch nicht sagen. «Ich will nichts überstürzen», sagt Neff. Deshalb verzichtet sie auch auf das erste Weltcup-Rennen im südafrikanischen Stellenbosch, das bereits im März stattfinden wird. Ihre Rückkehr plant sie auf Mitte Mai in Albstadt. «Das ist mein nächstes grosses Fähnchen», sagt Neff. Bereits davor wird sie kleinere Rennen bestreiten. Beim ersten Weltcup in Europa will sie jedoch wieder in Form sein.

Bis die Vorbereitung jedoch beginnt, hat Neff ungewohnt viel Freizeit. Denn auch ihr Geschichtsstudium an der Universität Zürich pausiert momentan. Das vierte Semester beginnt erst Ende Februar. So verbringt sie momentan ihre Zeit in Thal, wo die Eltern leben. «Ich treffe so viele Freunde wie schon lange nicht mehr», sagt die Mountainbikerin, die normalerweise oft unterwegs und an Rennen ist. Sie geniesst diese Zeit, auch wenn Neff sie nicht herbeigewünscht hat. «Ich kann die Situation nun mal nicht ändern», sagt sie. «Aber ich kann zumindest die neuen Möglichkeiten nutzen.»

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