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Verletzter FCL-Abwehrspieler Stefan Knezevic vertraut einem Stararzt

FCL-Verteidiger Stefan Knezevic ist nach dem Kreuzbandriss auf dem Weg zurück. Für einen schnellen Heilungsverlauf hat er sehr viel getan. Und er verzeiht Basel-Stürmer Ricky van Wolfswinkel.
Daniel Wyrsch
FCL-Verteidiger Stefan Knezevic bei den Kassahäuschen vor der Swisspor-Arena. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 27. März 2019))

FCL-Verteidiger Stefan Knezevic bei den Kassahäuschen vor der Swisspor-Arena. (Bild: Nadia Schärli (Luzern, 27. März 2019))

Stefan Knezevic lacht herzhaft. Dem 22-jährigen Seetaler geht es vier Monate nach dem im FCL-Heimspiel gegen Basel (1:1) erlittenen Kreuzbandriss wieder besser. FCB-Stürmer Ricky van Wolfswinkel (30) hatte ihn unnötig in der Nähe der Cornerfahne gefoult – der Ball war bereits über die Seitenlinie ins Aus geflogen.

Am Samstag (19 Uhr) sind die Basler wieder in Luzern zu Gast. Van Wolfswinkel hatte sich in den Tagen nach dem folgenschweren Foul beim Luzerner Innenverteidiger gemeldet, er entschuldigte sich und versicherte, dass er nicht beabsichtigt hatte, ihn zu verletzen. Knezevic nahm die Entschuldigung an, er glaubt dem Niederländer. «Es war nicht ein brutales Foul wie von Luganos Fabio Dapréla, der Cedric Itten mit voller Wucht am Knie getroffen hat», stellt Knezevic fest. Der frühere FCL-Stürmer Itten, nun in Diensten St. Gallens, tut ihm leid. «Eine solche Aktion könnte ich nicht verzeihen, mit gesunder Aggressivität hat das nichts zu tun. Das war gemeingefährlich.»

Van Wolfswinkel soll mit Basel in Luzern verlieren

Das Foul Van Wolfwinkels gegen ihn kann Knezevic verzeihen. Doch vor der Begegnung zwischen seinen Luzerner Mitspielern und Basel sagt er: «Ich wünsche Ricky, dass er am Samstag ohne Punkte heimgeht.»

Stefan Knezevic ist ein angenehmer junger Mann. «Man kann es mit mir lustig haben, aber im Fussball gehört gerade als hinterster Verteidiger eine gesunde Härte dazu. Ich gehe fair, aber konsequent in die Zweikämpfe.» Der in Hitzkirch aufgewachsene und seit über zehn Jahren in Hochdorf lebende Fussballer ist auch nach der schweren Verletzung sehr zielorientiert vorgegangen. Sein Berater Milos Malenovic vermittelte ihm den französischen Arzt Bertrand Sonnery Cottet, der ein Spezialist für Knieoperationen bei Spitzensportlern ist. 14 Tage nach der Operation joggte Knezevic am 20. Dezember schon mit seinem Vertrauensarzt Andreja Milutinovic in Belgrad. Auch beim Serben war der Luzerner nur dank seinem Manager untergekommen. Denn Milutinovic ist eine Koryphäe in der Rehabilitation verletzter Spieler. Weltfussballer Luka Modric (Real Madrid) und Dusan Tadic (Ajax Amsterdam) zählen zu den zahlreichen Spielern, die seine Dienste als Mediziner, Physiotherapeut und Fitnesscoach in Anspruch nehmen.

In der Reha mit Rebic, Jarmolenko und Kolarov

FCL-Mann Knezevic verbrachte insgesamt zwei Monate bei Milutinovic in der Reha in Belgrad, wo er übrigens bei seinen serbischen Verwandten wohnen konnte. Mit ihm arbeiteten Fussballergrössen wie Ante Rebic (Eintracht Frankfurt), Andrij Jarmolenko (West Ham) und Aleksandar Kolarov (AS Roma) an der Rückkehr auf den Platz.

«Das Tagesprogramm unter Milutinovic ist sehr hart gewesen, ich war froh, wenn ich danach bei meinen Verwandten ins Bett fallen und schlafen konnte», erzählt Knezevic. «Nach dem Knochenödem im Oberschenkel zu Beginn der Saison war das meine zweite Verletzung. Ich habe gehadert, warum es schon wieder mich erwischt hat.» Seit zwei Monaten darf er wieder mit dem Ball trainieren. Allerdings muss er noch ein paar Wochen warten, bis er ins Mannschaftstraining einsteigen kann. Der Trainerwechsel von René Weiler zu Thomas Häberli fiel in seine Reha-Phase in Belgrad. «Ich habe einen sehr guten Eindruck vom neuen Coach. Er zeichnet sich durch eine gute Menschenkenntnis aus und gibt mir das Gefühl, dass ich trotz der Verletzung wichtig bin.»

Übrigens hatte Häberli vor über einem Monat bei seiner Vorstellung in der Swisspor-Arena erklärt, wie schwer der Ausfall von Innenverteidiger Stefan Knezevic für das Team wiegt. Auch wenn die Abwehr derzeit gut steht, wartet er auf ihn.

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