Verdienter Zürcher Heimsieg

Die ZSC Lions reagieren auf ihre Durststrecke mit einem 6:1 gegen Lausanne. Derweil baut der EV Zug seine Siegesserie mit einem 3:2-Erfolg gegen Lugano aus.

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Die Zürcher Chris Baltisberger und Pius Suter bejubeln das Tor zum 4:1 gegen Lausanne. (Bild: Walter Bieri/KEY)

Die Zürcher Chris Baltisberger und Pius Suter bejubeln das Tor zum 4:1 gegen Lausanne. (Bild: Walter Bieri/KEY)

Das Krisenmanagement der ZSC Lions funktioniert: Im Duell zweier angeschlagener Teams setzten sich die Zürcher vor heimischer Kulisse gegen Lausanne mit 6:1 durch. Ein Doppelschlag kurz nach Spielhälfte durch Suter und Schäppi brachte die Entscheidung.

Als die gut zwei Dutzend aus Lausanne angereisten Gästefans mit grosser Verspätung kurz vor Drittelende im Hallenstadion eintrafen, hatten sie wenig verpasst. Den beiden Mannschaften war die Verunsicherung anzumerken, die sich nach dem verhaltenen Saisonstart beidseits breitgemacht hat. Der ZSC war zwar von Beginn weg bemüht, das Spiel schnell zu machen, zu oft fehlte es den Lions aber an der nötigen Präzision und Entschlossenheit. Die Partie vor lediglich 7432 Zuschauern kam erst nach 23 Minuten in Schwung, als Mike Künzle für den ZSC zum 1:0 traf. Dem Tor war eine schöne Passkombination von Inti Pestoni und Rückkehrer Mattias Sjögren vorausgegangen. Die Freude bei ZSC-Trainer Hans Wallson darüber währte allerdings nicht lange. Zuerst liess Fabrice Herzog in Unterzahl zwei gute Chancen aus, ehe das Team des Schweden im Powerplay selbst in Bedrängnis geriet. Drew Shore vertändelte an der offensiven blauen Linie die Scheibe, Sven Ryser profi­tierte, zog alleine davon und bezwang Lukas Flüeler im ZSC-Tor zum 1:1. Es war dies im achten Spiel bereits der vierte Gegentreffer in Überzahl für die Lions.

Die Zürcher Reaktion liess allerdings nicht lange auf sich warten. Die Strafe gegen Junland lief noch, da schoss Pius Suter das Heimteam nur 33 Sekunden nach dem Ausgleich wieder in Führung. Er hatte nach einem Direktschuss von Fredrik Pettersson ­abgestaubt. Für den 21-jährigen Stürmer war es der erste Saisontreffer, nachdem er erst vergangene Woche wieder aus dem NHL-Trainingscamp aus Nordamerika zurückgekehrt war. Wiederum 33 Sekunden später erhöhte Reto Schäppi auf Zuspiel von Roman Wick auf 3:1 und sorgte damit für die Vorentscheidung. Chris Baltisberger, Pestoni und Kevin Klein sorgten im Schlussdrittel schliesslich für den zwar verdienten, aber in dieser Höhe etwas schmeichelhaften Zürcher Heimsieg.

Fünfter Sieg in Serie von Zug

Der EV Zug feierte den fünften Sieg in Serie und rückte in der Tabelle vom vierten auf den zweiten Platz vor. Der diesjährige Playoff-Finalist siegte in Lugano nach einem 0:2-Rückstand mit 3:2 und revanchierte sich für die 2:4-Heimniederlage. Wie bereits beim ersten Saisonduell dieser beiden Teams lautete das Resultat nach 40 Minuten 2:2. Und auch diesmal setzte sich die Gastmannschaft durch. Das entscheidende 3:2 für den EVZ erzielte Fabian Schnyder in der 50. Minute. Den Unterschied machte das Powerplay: Während die Zuger in zwei von vier Überzahlsituationen erfolgreich waren, nutzten die Luganesi keine der fünf Strafen gegen die Gäste. (sda)