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Kommentar

Der Fussballverband steht im Abseits

Ein Telefongespräch mit missverständlichem Inhalt hat im Schweizer Nationalteam eine weitere Baustelle eröffnet. Nach dem Rücktritt von Valon Behrami stehen der SFV und Nationalcoach Vladimir Petkovic vor einem schwierigen Herbst.
Patricia Loher
Patricia Loher

Patricia Loher

Nach dem bitteren Out im WM-Achtelfinal gegen Schweden muss das Schweizer Fussball-Nationalteam verjüngt werden. Der Zeitpunkt ist perfekt, bis Ende Jahr stehen vier Spiele in der neuen Nations League und zwei Testpartien an. Die EM-Qualifikation beginnt im März.

Trotzdem gehen die Wogen seit dem Rücktritt des 33-jährigen Valon Behrami hoch. Das hat weniger damit zu tun, dass die Schweiz einen verdienstvollen Internationalen verliert. ­Vielmehr irritiert die Art der Kommunikation. Nachdem der Spieler den Alleingang gewählt und dem Tessiner TV RSI gesagt hatte, der Coach habe ihn in einem 30-sekündigen Telefongespräch vor die Tür gestellt, liess das Dementi von Trainer Vladimir Petkovic nicht lange auf sich warten. Er habe Behrami lediglich mitgeteilt, in der Nations League junge Spieler zu testen. Ein Entscheid über die Zukunft gestandener Akteure sei noch nicht gefallen.

Die Verwirrung ist perfekt. Es scheint kaum möglich, dass sich die Männer nicht verstanden haben. Beide sprechen Italienisch. Nach der nicht aufgearbeiteten Doppeladler-Affäre, dem Abtauchen von Petkovic nach dem schwachen Auftritt gegen Schweden und dem Doppelbürger-Interview von Generalsekretär Alex Miescher werfen die Vorkommnisse um Behrami wieder ein schiefes Licht auf den Verband. Weigert dieser sich weiter, alle Vorfälle aufzuarbeiten und die Konsequenzen zu ziehen, sitzt er auf einem Pulverfass – und das Nationalteam steht vor einem Neuanfang, der keiner ist.

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