Verbales Geplänkel bereits vor dem ersten Spiel

Heute nacht beginnt in Argentinien die 43. Copa America. Im Mittelpunkt steht der Kampf zwischen dem Gastgeber und Brasilien.

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Fussball. Argentiniens Offensive an der Copa America liest sich wie ein «Who is Who» des Weltfussballs: Lionel Messi, Carlos Tevez, Sergio Agüero oder Gonzalo Higuain. Sie sollen es richten und wieder einmal den Titel gewinnen. Das Land ist mit 14 Erfolgen zwar Rekordsieger des Turniers, aber es wartet seit 1993 auf den 15. Erfolg. Zuletzt scheiterten die Argentinier zweimal ausgerechnet an Erzrivale Brasilien.

Pelé gegen Maradona

Die Brasilianer dürften erneut der grösste Konkurrent um den Sieg an der südamerikanischen Meisterschaft sein. Der 19jährige Neymar, der von grossen Clubs gejagt wird und dessen Marktwert 45 Millionen Euro betragen soll, heizte den Kampf auch verbal an: «Messi ist der beste Fussballer der Welt. Ich kann aber so gross werden wie er – oder noch grösser.» Nachdem Pelé Messi auf Stufe Nationalmannschaft als erfolglos bezeichnet hatte, reagierte Diego Maradona: «Neymar hat wie Pelé schlechte Manieren. An Messi kommt niemand heran.» Diese verbale Auseinandersetzung unterstreicht, wie wichtig das Turnier für diese beiden Nationen ist.

Uruguay und Kolumbien

Dabei geht fast vergessen, dass noch andere Teams um den Sieg mitspielen können. So Uruguay mit Diego Forlan oder Kolumbien mit dem Europa-League-Rekordtorschützen Falcao. Keine Rolle spielen dürfte hingegen Mexiko, das als Gast antritt. Der Gewinner des Gold Cups verzichtet auf seine besten Spieler und hat zudem acht Akteure wegen Disziplinlosigkeiten ausgeschlossen. (mz)