VBC Aadorf verpasst Sensation

In der letzten Runde der NLA/NLB-Auf-/Abstiegsrunde verliert der VBC Aadorf gegen Toggenburg mit 2:3 und muss seine Aufstiegsträume begraben.

Rodrigo Teixeira
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Aadorf (dunkel) gab alles. (Bild: pd/Fredy Ulrich)

Aadorf (dunkel) gab alles. (Bild: pd/Fredy Ulrich)

VOLLEYBALL. Aadorf hatte es in den eigenen Händen, konnte aber im entscheidenden Moment den Sack nicht zumachen. Der Traum vom Aufstieg in die NLA bleibt vorerst nur ein Traum. Die Finalissima gegen Toggenburg endete mit 2:3.

Aadorf gelang der Start in die Partie. Schon bald lagen die Thurgauerinnen in Front, konnten sich aber nie markant absetzen. Dennoch hatte man das Geschehen unter Kontrolle. Volley Toggenburg agierte zu nervös und war fehleranfällig. Die Thurgauerinnen blieben ihrem Plan treu und gewannen den ersten Satz souverän mit 25:19.

Aadorf agiert geduldig

Auch im zweiten Satz ein ähnliches Bild: Obwohl Toggenburg besser ins Spiel fand, blieb Aadorf dran. Die Thurgauerinnen verstanden es, geduldiger zu agieren, und schafften einen kleinen Vorsprung. Aadorf gelang es, den zweiten Satz mit 25:21 für sich zu entscheiden. Doch die Thurgauerinnen knüpften im dritten Satz nicht an die gute Leistung vom ersten und zweiten an. Obwohl das Team lautstark angefeuert wurde, schien Aadorf den Faden zu verlieren. Toggenburg blieb stets ein bis zwei Punkte in Front und konnte den dritten Satz mit 25:23 für sich entscheiden.

Der Satzverlust brachte die Thurgauerinnen definitiv aus der Bahn. Das Team um Frieder Strohm war nicht mehr so entschlossen und organisiert wie kurz zuvor und musste den Satzausgleich hinnehmen. Toggenburg erzwang mit dem klaren Resultat von 25:15 das Tiebreak.

Ein wahrer Krimi

Im Entscheidungssatz fand Aadorf zurück ins Spiel. Es entwickelte sich ein wahrer Krimi. Aadorf hatte beim Stand von 14:13 den ersten Matchball, konnte diesen aber nicht verwerten. Beide Teams kämpften verbissen um jeden Ball, und die Halle tobte. In der Folge konnte Aadorf zwei weitere Matchbälle, die den Aufstieg in die NLA bedeutet hätten, nicht verwerten. Toggenburg wehrte sämtliche Matchbälle ab und verwerte den ersten Matchball zum 18:16. Für einen Moment war es still in der Turnhalle in Guntershausen. Es war die schwerste und brutalste Enttäuschung seit langem.

So endet für die Thurgauerinnen eine sehr erfolgreiche Saison in der NLB mit einem faden Beigeschmack. Dennoch darf sich das Team mit erhobenem Haupt in die Sommerpause verabschieden.