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URTEIL: Russische Athleten freigesprochen

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hebt die Olympia-Sperren gegen 28 russische Athleten auf. Die russischen Behörden wollen nun die Teilnahme der Athleten an den Winterspielen erwirken.
Peter Lerch (sda)
Neben dem russischen Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow sind 27 Athleten aus Russland freigesprochen worden. (Bild: KEY)

Neben dem russischen Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow sind 27 Athleten aus Russland freigesprochen worden. (Bild: KEY)

Peter Lerch (SDA)

Aus Mangel an Beweisen hat ­ der CAS die Doping-Sanktionen gegen 28 russische Wintersportler aufgehoben. Elf weitere Sportler bleiben von den Spielen in Pyeongchang ausgeschlossen, ihre lebenslangen Sperren für Olympia sind laut einer Mitteilung aber ebenfalls ungültig. Der CAS betonte, die Athleten seien nicht für «unschuldig» erklärt worden, die Beweislage sei jedoch nicht ausreichend.

Nicht unter den Freigesprochenen ist Bobfahrer Alexander Subkow, der zweifache Goldmedaillengewinner von Sotschi. Im Zweierbob gewann damals der Appenzeller Beat Hefti zusammen mit Alex Baumann Silber. Werden Subkow aufgrund des vorliegenden CAS-Urteils die beiden Goldmedaillen aberkannt, dürften die Schweizer nachträglich zu Olympiasiegern ernannt werden. Subkow, mittlerweile Cheftrainer des russischen Bob-Teams, bleibt für Pyeongchang gesperrt. Die lebenslange Sperre gegen ihn hob der CAS dagegen auf. Zu den prominenten Athleten, deren Sperre der CAS nun aufgehoben hat, zählen Langlauf-Olympiasieger Alexander Legkow, Skeleton-Olympiasieger Alexander Tretjakow und der Schlittler Albert Demtschenko. Sie behalten ihre vor vier Jahren gewonnenen Medaillen.

Erleichterung in Russland

Die russische Regierung hat die Aufhebung der Sperren mit grosser Erleichterung aufgenommen. «Wir sind froh, dass die Gerechtigkeit endlich triumphiert hat», sagte Sportminister Pawel Kolobkow. Der CAS-Entscheid bestätige, dass die Athleten «sauber» seien. Entgegen Kolobkows Deutung hatte der CAS aber just betont, die Aufhebung der Sperren bedeute nicht, dass die Athletinnen und Athleten nicht gedopt hätten und demnach unschuldig seien. Aber laut Kolobkow würden die Sportler jetzt erwarten, dass das IOC reagiere und sie auch zu den Winterspielen in Südkorea zulasse. Die russischen Sportbehörden stünden mit dem IOC in Kontakt, sagte Kreml-Sprecher Dimitri Peskow. Ob es gelingen werde, sei noch schwer abzuschätzen.

Das IOC betonte nach Bekanntwerden des CAS-Entscheids, dass weiterhin nur russische Athleten in Pyeongchang antreten dürfen, die auf seiner Einladungsliste stehen. In einer IOC-Mitteilung heisst es: «Der CAS-Entscheid bedeutet nicht, dass Athleten aus der Gruppe der 28 zu den Spielen eingeladen werden.» Das Olympische Komitee Russlands war nach dem IOC-Urteil Anfang Dezember für Pyeongchang gesperrt worden. Allerdings dürfen russische Sportler unter neutraler Flagge und ohne Hymne starten. Das IOC hatte 43 russische Wintersportler von künftigen Olympischen Spielen ausgeschlossen, weil die Athleten bei den Heimspielen in Sotschi 2014 von organisierten Manipulationen profitiert haben sollen.

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