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Urs Mühlethaler ist nicht mehr Spono-Trainer

Der Erfolgstrainer und die Nottwilerinnen gehen getrennte Wege. Die Klubführung wollte nach dem schwierigen Saisonstart eine Negativspirale verhindern und setzt auf neue Impulse.
Cyril Aregger
Urs Mühlethaler ist nicht mehr Trainer der Spono Eagles. (Bild: Philipp Schmidli (Nottwil, 23. April 2017))

Urs Mühlethaler ist nicht mehr Trainer der Spono Eagles. (Bild: Philipp Schmidli (Nottwil, 23. April 2017))

Urs Mühlethaler (65) ist nicht mehr Trainer der Spono Eagles. Wie der NLA-Klub am Dienstag mitteilte, trennen sich die beiden Parteien «im gegenseitigen ­Einvernehmen». Interimistisch übernimmt Assistenztrainer ­Mirco Stadelmann die Führung der Mannschaft, schon am Mittwoch empfängt Spono den LC Brühl (20.00, SPZ).

Die Nottwilerinnen bekunden in der laufenden Saison einige Mühe. Der Triple-Sieger (Meisterschaft, Cup und Supercup) der letzten Saison liegt nach acht Runden mit acht Punkten auf Rang vier und muss um den Einzug in die Finalrunde der besten vier Teams kämpfen. Der Rückstand auf Tabellenführer LK Zug beträgt acht Punkte.

Aber angesichts der Erfolge, die Urs Mühlethaler mit den Eagles seit seinem Amtsantritt 2014 feiern konnte, überrascht die Trennung. Die vier Saisons unter dem ehemaligen Männer-Nationaltrainer waren die erfolgreichsten in der Klubgeschichte. Nebst dem Triple gewannen die Nottwilerinnen 2016 den Meistertitel und den Supercup.

«Den richtigen Zeitpunkt für einen Trainerwechsel gibt es eigentlich nie», sagt Spono-Präsident Urs Wey auf Anfrage. «Aber manchmal braucht eine Mannschaft neue Impulse, um den Knopf zu lösen.» Auch Wey weiss, dass es nicht realistisch war, von den Eagles nach zahlreichen gewichtigen Abgängen im Sommer und zusätzlichem Verletzungspech in der laufenden Saison ein ähnlich dominantes Auftreten wie in der Vorsaison zu erwarten. Aber: «Wir hatten nach zahlreichen Gesprächen das Gefühl, dass wir in eine Negativspirale geraten könnten.»

Dennoch sei der Entscheid, auf einen neuen Trainer zu setzen, nicht leicht gefallen, betont Wey. «Urs Mühlethaler ist ein sehr verdienstvoller Trainer, der auch bei uns grosse Leistungen ermöglicht hat.» Vier Jahre bei einem Klub seien im Trainergeschäft aber eine lange Zeit, da gebe es eben auch die eine oder andere Abnützungserscheinung zwischen Team und Trainer. Dennoch sei es richtig gewesen, mit Mühlethaler in die Saison zu gehen, ist Wey überzeugt. «Ein Wechsel nach dem Triple-Sieg hätte auch niemand verstanden.»

Mühlethaler: «Eine gewisse Unruhe war logisch»

Urs Mühlethaler, dessen Vertrag noch bis 2020 gelaufen wäre (mit einer Option auf eine Kündigung nach dieser Saison), verbirgt eine gewisse Enttäuschung über das Ende seines Engagements nicht. «Auch, weil ich der Mannschaft noch auf der Heimreise vom letzten Spiel in Thun versprochen habe, dass ich in der schwierigen Situation nicht davonlaufen werde. Ein Versprechen, das ich so nun gar nicht mehr halten kann.» Dass es in und um die Mannschaft nach dem harzigen Saisonstart eine gewisse Unruhe gegeben hat, erachtet er nach der ­erfolgreichen Vorsaison als «logisch. Das Gegenteil wäre nicht normal gewesen.» Er ist aber überzeugt, dass er mit Spono den Einzug in die Finalrunde wieder geschafft hätte. «Auch wenn es kein Selbstläufer geworden wäre.» Wie es nun mit Handball bei ihm weitergehe, wisse er noch nicht: «Das wird sich in den kommenden Wochen weisen.»

Wer bei Spono die Nachfolge von Mühlethaler antritt, ist noch offen. Präsident Wey hofft auf eine möglichst schnelle Lösung. Interimstrainer Mirco Stadelmann wird sie nicht sein, da ihm noch die notwendigen Diplome fehlen. Man habe aber einige Namen im Hinterkopf, in der kleinen Handballwelt kenne man sich, so Wey. «Konkrete Gespräche haben wir aber noch nicht geführt.»

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