Urs Fischer als Muntermacher

Nach dem missglückten Saisonstart muss der FC Zürich heute um 20.15 Uhr reagieren. Trainer Urs Fischer hat die Spieler vor dem Champions-League-Qualifikationsspiel der dritten Runde auswärts gegen Standard Lüttich wachgerüttelt.

Ueli Zoss
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Urs Fischer (Bild: ky/Laurent Gillieron)

Urs Fischer (Bild: ky/Laurent Gillieron)

Fussball. Urs Fischers Ansagen sind unmissverständlich. Will er seiner Meinung Gewicht verleihen, greift er zu seiner Lieblingsfrage: «Hallo, wo sind wir denn?»

«Hallo, wo sind wir denn?», antwortete er im vergangenen Meisterschaftsendspurt auf die Frage, ob er Alexander Farnerud von den Young Boys eine Spezialbewachung zukommen lasse. «Hallo? Wir sind der FCZ und haben vor keinem YB-Spieler Schiss.»

«Hallo, wo sind wir denn?», wiederholte der frühere Libero des FC St. Gallen, nachdem seine Vorgesetzten nach den Startniederlagen gegen Sion und Servette zu einem vor allem gegen die Spieler gerichteten Rundumschlag ausgeholt hatten. «Wir sind da, um zu gewinnen, um gut Fussball zu spielen. Der Präsident und der Sportchef dürfen sich so äussern.»

Mit Magnin und Beda?

«Hallo, wo sind wir denn?», mochte Fischer seinen Spielern auch in der Teamsitzung am Tag nach dem 2:3 gegen Servette zugerufen haben. Eine Stunde dauerte das Meeting, danach mussten jene, die gegen den Aufsteiger zum Einsatz gekommen waren, in den Kraftraum, was kaum als Belohnung zu verstehen ist. Die beiden zuletzt verletzt gewesenen Verteidiger Ludovic Magnin und Mathieu Beda trainierten hingegen mit den Ersatzspielern. Womöglich spielen die beiden heute gegen den zehnfachen belgischen Meister von Beginn weg. Die Rückkehr von Magnin, in Sachen Einsatz ein Vorbild, könnte für das Team eine Initialzündung sein.

Bayern München, Arsenal

Um wie vor zwei Jahren in der Gruppenphase der Champions League zu spielen, müsste der FC Zürich aber noch eine weitere Runde überstehen. Mögliche Gegner in den Playoffs wären Teams wie Bayern München, Lyon, Arsenal oder Villarreal. Scheidet der FC Zürich gegen Lüttich aus, bleiben ihm nur noch die Playoffs zur Gruppenphase für die Europa League.

Standard Lüttich hat sich einen Namen als heimstarker Club gemacht. 27 000 Zuschauer haben im Stadion Platz, heute werden 20 000 erwartet. Der FC Zürich packt die Aufgabe aber mit zurückgewonnenem Selbstvertrauen an. «Die Mannschaft wird diesmal auf den Punkt bereit sein. Wir werden wieder auf Touren kommen», so Fischer. Er könnte auch die Marschroute «Hallo, wir sind der FCZ» herausgeben.

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